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Dies und Das, Fotografie

Ein günstiger Monitor ist auf lange Sicht nicht zwangsläufig preiswerter…

5. November 2014

EIZO CX270Jeder von euch überlegt hin und wieder seinen Monitor gegen ein neues Modell einzutauschen, vor allem auch weil mit zunehmenden Alter die Leuchtkraft und Farbdarstellung schlechter werden. Gerade für uns Fotografen, die von einem farbechten und kalibrierten Monitor abhängig sind, bedeutet das den Neukauf eines Gerätes.

Ich mache natürlich keinen Hehl daraus, das ich vor gut 1 1/2 Jahren den CX270 von EIZO erhalten habe ,der nach wie vor auf meinem Schreibtisch steht und hervorragende Arbeit leistet. Neben der automatischen Überprüfung der Kalibrierung schätze ich vor allem die Sichtschutzblenden, die meine Bildbearbeitung einfach komfortabler gestalten. Schade, dass aktuell nur Eizo und Nec diese optionalen Hilfen anbieten.

Ich wollte kürzlich eigentlich einen ganzen Artikel über den EIZO schreiben, habe ihn aber wieder verworfen, weil er nur ein paar Sätze enthalten hätte – was auch meiner sehr subjektiven Beurteilung vorausgeht. Auch wenn ich bei einem dunklen/schwarzem Monitorbild Helligkeitsflecken in den Ecken ausmachen könnte, würden sie mich nicht stören, Ich bearbeite meine Aufnahmen ja nicht am äußersten Bildrand.

Ganz neu und aktuell sind jetzt die 21:9 Ultrawide und Curved Modelle, die auf den ersten Blick sicherlich sehr geil sind. Eizo hat sie (noch) nicht im Programm. Warum, dass wird wohl nur Eizo wissen. Ich gehe mal davon aus, dass es hier und da Probleme mit der Ausleuchtung gibt. Immerhin muss eine homogene Ausleuchtung auf einer sehr großen Fläche erzeugt werden. Lohnt sich der Kauf trotzdem?

Nun, was die Qualität der neuen Monitore angeht, darüber kann ich nur spekulieren. Ich habe kein solches Gerät hier und das soll hier auch nicht verwurstet werden. Ich betrachte sie mehr von der wirtschaftlichen Seite, wie eigentlich alles was ich kaufe (naja fast – manchmal ist der Haben-Will-Faktor größer). Bevor ich mir neues Equipment anschaffe, vergleiche ich natürlich nicht nur die Spezifikationen und lese sowohl Testberichte als auch persönliche Reviews, sondern ich vergleiche die Leistung des Herstellers. Was bietet mir dieser, wenn ich das teuere Konkurrenzprodukt kaufen würde?

Ich nehme mal das Beispiel vom neuen LG 34UM95* und mein zwei Jahre alten CX270, den es mittlerweile als CX271* mit LED Backlight und etwas höherer Farbraumdarstellung gibt. Auf den ersten Blick ist der LG ein geiles Gerät. Das Wide Format 21:9 macht schon was her. Auch sRGB deckte er nahezu vollständig ab und verfügt wie auch die Eizo über eine Hardwarekalibrierung. Ebenso mit an Board sind bis zu 10 Bit Farbdarstellung. Das wie üblich natürlich nur mit entsprechender Grafikkarte über Displayport. Preis knapp 750 Euro. Eizo ist mit 1.400 Euro fast doppelt so teuer.

Bei beiden Modellen muss man allerdings noch die Kosten für eine externes Kalibrierungsgerät (wie bespielsweise das X-Rit i1 Display) einrechnen. Den Vorteil des Eizo sehe ich neben seine Selbst-Verifizerung des Kalibierungstargets vor allem in den 5 Jahren Garantie, die der Hersteller auf alle seine Geräte gibt. Über diesen Zeitraum kostet der Eizo nämlich nur 0,77€ pro Tag und der günstigere LG 1,03€ pro Tag, da letzterer nur 24 Monate Garantie beinhaltet. Im Endeffekt ist das knapp mehr als die Hälfte doppelt so teure Modell das günstigere. Auf lange Sicht gesehen, lohnt sich also der Eizo aufgrund seiner Qualitätseigenschaften. Der Hersteller würde ja sonst nicht 5 Jahre Garantie geben. Dennoch muss man natürlich erst mal einen fetten Aufpreis bezahlen, welchen so manchen abschrecken könnten.

Dennoch wollte ich damit zeigen, dass gerade bei Equipment, welches länger als zwei Jahre im Einsatz ist oder sein wird auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle spielt und dieser mit in die Berechnung einfließen sollte. Auch muss ich nicht erwähnen, dass ein Eizo auf dem Gebrauchtmarkt einen weitaus höheren Preis erzielen wird, als ein vergleichbares Gerät von LG.

Der ganze Artikel wiederum bringt mir zu der Frage, welchen Monitor ihr aktuell einsetzt? Gerne auch dazu schreiben ob mit oder ohne Kolorimeter usw.?

Mitgemacht

Rahmen und Co… Ein Erfahrungunsbericht.

26. Februar 2014

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Vielleicht sollte ich den Titel lieber in Ereignisbericht umbenennen, denn so einiges ist mir passiert. Zum einen durch meine eigene Unvorsichtigkeit, aber auch aufgrund mangelnder Produktqualität.

Irgendwann ist immer das erste Mal und so habe ich mich für Holzrahmen entschieden um meine Prints zu präsentieren. Aus Kostengründen habe ich die kleinen Rahmen bis rund 60cm Seitenlänge komplett vorfertigen lassen und alles darüber  als Selbstbaukit bei americanframe.com bestellt. Ich bin mir sicher, soetwas gibt es in Deutschland auch. Eine kurze I-Net Recherche hat aber ergeben, so etwas scheint es wohl doch nicht in Deutschland zu geben. Vielleicht ja auch aus guten Grund.

Wie dem auch sei, ich würde an eurer Stelle sowieso die Rahmen vom Kunstfachhandel Boesner verwenden. Diese sind meiner Meinung nach erstklassig verarbeitet und auch im Vergleich zu anderen Anbietern günstig. Niederlassungen gibt es in sowohl in Deutschland als auch in Österreich und in der Schweiz.

Mit dem Holzrahmen alleine kann man natürlich nichts anfangen, also habe ich neben einer säurefreien Hartschaumplatte auch eine UV-Acrylglass-Scheibe bestellt. Diese schützt die Fotografie von unliebsamen UV-Strahlen, welche das Bild über längere Dauer zerstören kann. Ein Passe-Partout habe ich aus Präsentationsgründen nicht gewählt. Ich wollte den Weißrand möglichst schmal gestalten um das Foto in seiner ganzen Fläche zeigen zu können. Auch wollte ich keine Stufe, welche normalerweise zwischen Passpartout Print entsteht.

Allerdings sollte ich an dieser Stelle besser sagen. Das muss wohlüberlegt sein, denn ein Passe-Partout dient nicht nur der Präsentation, sondern auch dem Erhalt der Luftzirkulation zwischen Bild und Glasscheibe. Das Problem, welches auftreten könnte ist, dass durch Temperaturuntscheide sicht Feuchtigkeit ansammeln könnte, die den Print angreifen könnte. Komplett verhindern kann man  das nur, wenn sogenannte Art-Spacer verwendet. Das sind dünne transparente Acrylglass-Leisten die umlaufend zwischen Print und Glass im Rahmen verlegt werden. Ich selbst habe auch das nicht, weil hier wiederum ein weitere Probleme auftreten könnte. In Abhängigkeit des gewählten Papieres entsteht so vielleicht zu wenig Druck um das Bild flächig und ohne zahlreichen Wellen plan zu  präsentieren.

Um den „Wellen“ vorzubeugen könnte man einseits auf schwereres Paper ausbelichten oder drucken, wobei es derzeit nur für Pigmentdrucke schwerer Papiere gibt. Oder aber man kaschiert das Bild auf einen Hartschaumplatte. Hier tritt aber ein weiteres Problem auf, welches für extrem pinglige Menschen vielleicht die Qual der Wahl bedeutet. Kunstkritiker sagen, dass sobald ein  Bild kaschiert ist, der Archivierungsgedanke dahinter zunichte gemacht wird. Denn ein Print, welcher auf einem „billigen“ Hintergrund kaschiert wurde, vermidert den eigentlichen Wert des Druckes. Nun, ja ganz unrecht haben sie da wohl nicht außer er lässt sich wieder rückstandslos entfernen. Dennoch sollte man hier die Kirche im Dorf lassen. Immerhin ist nicht jede Aufnahme archivierungsbedürftig und landet irgendwann im Museum. Die Frage, die sich hier vielmehr auftut ist, vergrault man potenzielle Käufer, wenn der Print kaschiert ist? Nun, ich glaube es kommt ganz auf die Kundschaft an. Da gibt es diejenigen, dennen es nichts ausmacht und die ihre erworbene Aufnahme jeden Tag sehen wollen und dann die anderen, die sie wie einen Schatz vor der Aussenwelt behüten. Erstere werden sicherlich nicht das Bild vom Rahmen trennen um es anderweitig lagern zu können und letztere können immer noch einen Print kaufen, der nicht kaschiert wurde.

Ich habe meine Drucke kaschiert, das bedeutet sie sind mit der Hartschaumplatte verklebt, was es weniger anfällig für „Wellen“ im Bild macht. Um den Gedanken der Archivierung vorzubeugen, werde ich alle meine Drucke als Exhibition-Prints beschriften. Das bedeutet, dass sie zwar Teil einer Limitierten Auflage sind (habe nur die Größe und nicht die Art der Präsentation limitiert), aber eben in diesem Fall inkl. Rahmen geliefert werden. Kunden erhalten also die Möglichkeit entsprechende Editionen quasi ein wenig günstiger zu erwerben.

Bevor ich jetzt zu sehr abschweife, zurück zum eigentlichen Thema. Den Anpressdruck der Fotografie übernimmt in meinen Fall die Arcylglasscheibe. Im Umkehrschluss bedeutet das aber für meine Bilder, dass die Aufnahme ab und an gewechselt werden sollte. Positiver Nebeneffekt. Ich kann den Rahmen auch für anderen Aufnahmen nutzen und die Kaschierung eine Archivierungsbox legen.

Wer diese Art der Präsentation, also ohne Passe-Partout wählt, der sollte auch darauf achten, dass er besser keinen Glossy-Druck nimmt. Gerade bei Ausbelichtugen könnte es zu Druckstellen, welche wie Wasserflecken ausschauen, kommen. Diese sind vorwiegend in hellen Motivbereichen zu sehen und fallen beim genauen Betrachten auf jeden Fall auf. Für Pigmentprints gilt das gleiche, also lieber matt oder pearl-glanz nehmen. Ich selbst habe ausschließlich auf glossy Papieren ausbelichten lassen und kann diese „Wasserflecken“ bestätigen, wenn zuviel punktueller Druck von hinten auf das Bild ausgeübt wird. Durch eine zweiten Hintergrundkarton kann ich dem ein wenig entgegen wirken, da der Druck aufs Bild weitläufiger verteilt wird. Ein weitere Methode ist, den Druck der Metallfedern auf das Bild zu vermindern. Bisher klappt es!

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Warum habe ich keinen matten Print genommen, werdet ihr euch vielleicht fragen? Nun, ganz einfach. Ich habe es nicht gewusst. Man kann im Vorfeld noch so viel recherchieren wie man möchte, es gibt immer mal wieder Überraschungen. Einige Unwegsamkeiten treten dann erst später auf und wenn man anschließend recheriert, dann findet man auch entsprechende Hinweise. Tja, man kann eben nicht alles vorher wissen und um jetzt nicht einen 4 stelligen Betrag an Prints in die Tonne zu kloppen, arbeite ich jetzt mit dem was ich habe. Wie ihr seht gibt es doch so einiges zu beachten, bevor man einen Print und dessen Präsentationsmethode auswählt.

Etwas noch zum Rahmen selbst. Ich würde zukünftig Abstand von Selbstbaukits nehmen. Auch wenn die Rahmen schnell zusammengebau sind, die Qualität ist mies. Vorallem, weil die gelieferten Rahmenteile beim Transport nicht ausreichend geschützt wurden, was allerdings erst beim Zusammbau aufgefallen ist. Zudem verwindet sich das Holz gerne mal ein wenig (gerade bei großen Rahmen ab 60cm Seitenlänge) und dann schauen die Kantenübergänge nicht professionel aus. Wenn ich nochmal ein Selbstbaukits wählen würde, dann nicht aus Holz sondern aus Aluminium. Nielsen hat glaube ich so etwas im Program. Diese sind einfach wenig anfällig an den Ecken und Kanten.

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Letzten Endes lässt sich festhalten, dass man bei Rahmungen ohne Passepartout am besten keine Glossy sondern pearl oder matte Prints nutzt um dem Adhesionseffekt (Wasserflecken) entgegenzuwirken. Whitewall bietet zudem eine extrem dünne Lamination der Prints an. Ich werde mal testen, ob das auch wirkt! Für die Kaschierung auf Hartschaumplatte empfehle ich entweder eine vollflächige Klebung oder aber Verwendung des ATG-Tape. Ich hatte mich für letzteres entschieden, da die säurefreien Hartschaumplatten schon perfekt auf meine gewünschten Maße zugeschnitten waren. Wenn ihr Acrylglassscheiben nutzt, welche zum einen leichter und auch gegen Zerbrechen weniger anfällig sind, dann bitte vorher mit ein wenig Spülmittel, Wasser und einem kratzfreien Schwamm abspülen. Das unterbindet die statische Aufladung, welche nach Abziehen der Schutzfolie auf jeden Fall entsteht. Macht ihr das nicht, dann viel Spaß mit dem Staub. Achja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Fotos abhängig der Papierstärke auf jeden Fall nach dem Kaschieren wellen. Mit ausreichende und gleichmäßigen verteilten Gewicht lassen sich die ganzen Fotos glätten. Zu diesem Zweck habe ich alle meine Aufnahmen über zwei Tage gesptapelt und mit der jeweiligen Acrylglassscheibe beschwert. Damit die fertigen Rahmungen noch professioneller ausschauen, habe ich die Rückseite mit braunem Papier bespannt. So bleibt übrigens auch der Staub draußen.

Die Beitragsfotos wurden mit dem iPhone gemacht.

Equipment, Fotografie

LCDVF von Kinotehnik – Einfach nur ein geiles Teil

2. September 2013

BlogTimes-LCDVF - Lieferumfang

Vor zwei Wochen hatte ich auf meiner FB-Page gefragt, ob sich ein Blitzbelichtungsmesser lohnt und durch darauf folgende Kommentare kamen wir dank Christian Horn von Synczeit.de auf ne Display-Lupe.

Ich wollte mir eigentlich schon immer eine kaufen, denn wer kennt das Problem nicht, dass man beim anschließenden Blick aufs Display nach der Aufnahme immer blöde Spiegelungen hat. Der Display-Schutz bei Nikon Kameras verstärkt den ganzen Mist noch ein wenig mehr. Ich hab mich also auf die Suche gemacht und bin über die Hoodman Hoodloupe*, den arschteuren Zacuto Z Finder Pro* auf den LCDVF Viewfinder* von Kinotehnik gekommen. Wer glaubt, dass ich mich verschrieben habe, der irrt sich. Die Firma Kinotehnik hat ihren Sitz in Estland und vielleicht wird der Begriff „Technik“ dort so geschrieben – keine Ahnung.

Wie dem auch sei, ich natürlich gleich mal Kinotehnik angeschrieben und nach ein paar Mails konnte ich denen so ein Teil abschwatzen. Die Lieferung dauerte nicht lange und kam just in Time für ein Porträtshooting noch am selben Tag. Geliefert wurde die aus Kunststoff bestehende Lupe mit zwei verschiedenen Halterungen, welche über einen Metallrahmen verfügen. Das ist auch notwendig, denn die Lupe selbst wird durch vier kleine Magneten am Display gehalten. Eine der Halterungen ist sogar ein direkter Nachbau des Nikon Displayschutzes. Eigentlich super praktisch, allerdings hat der Nachbau keine Schutzfunktion. Es ist quasi nur der Rahmen. Wer den Nikon Displayschutz eh nicht verwendet, dem kann das aber egal sein. Ich dagegen hab das Orignalteil immer drauf und wenn ich es so anschaue, dann ist es auch nötig.

Anstatt also den Kinotehnik Nachbau zu verwenden, nutze ich nur den selbstklebenen Metallrahmen für den bereits bestehenden Displayschutz. Weiter im Lieferumfang findet sich noch ein Aufbewahrungsbeutel, ein Microfasertuch und eine belederte Augenmuschel. Gerade letzteres findet man bei anderen Herstellern überhaupt nicht. Die Lupe ist übrigens nicht nur eine simple Plastikkontruktion die einfallendes Licht vom Display abhält. Nein, sie vefügt über eine leichte Vergrößerung für eine bessere Bildbeurteilung. Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz, den auch die anderen vergrößern den Bildausschnitt. Allerdings ist die Magnifikation so gut gewählt, dass man mit einem Blick das komplette Display sieht – was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Der schweineteure Zarcuto Z Viewfinder hat ein noch höhere Vergrößerung, welche aber zu stark ist um das ganze Display mit einem Blick zu beurteilen. Auf Vimeo (Comparing the Viewfiner) gibt es hier ein schönes Vergleichsvideo.

Der Viewfinder von Zacuto kam für mich auch nicht in Frage, weil die passende Halterung am Stativanschluss befestigt wird und bei der Nutzung eines Battergriffs die Höhe nicht mehr passt. Außerdem ist mir die ganze Geschichte zu schwer. Die Hoodman Loupe hat ebenfalls ein Befestigungsproblem. Sie hat nämlich keine, außer ein komisches Gummiband, dass man über die gesamte Kamera stülpt… sehr strange.

Der Vorteil des LCDVFs liegt eindeutig bei der Verwendung von leichten Magneten und der großen Augenmuschel, was es super angenehm für die anschliesende Bildbeuteilung macht. Den LCDVF Viewfinder* gibt es abhängig der Displaydiagonalen in verschiedenen Größen, sowohl für Nikon- als auch für Canon Modelle sowie andere Kamerahersteller. Mit knapp 120 Euro (für die D800!) ist das Teil zwar nicht ganz günstig, kostet aber nur ein Drittel des Zacuto Z Viewfinders. In meinen Augen also jeden Cent wert  – Extrem empfehlenswert und nicht nur für Menschenfotografie geeignet!!

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BlogTimes-LCDVF - Kinotehnik 1 (2)

BlogTimes-LCDVF - Kinotehnik 1 (3)

BlogTimes-LCDVF - Kinotehnik 1
Die leichte Verzeichnung kommt durch die Aufahme mit dem iPhone…

*Amazon link

Equipment, Fotografie

Stative, Stative und noch mehr Stative…

30. Juli 2013

Vanguard Abeo Plus 323CT - 6

Ja, es ist wieder Equipment-Zeit auf BlogTimes. Ich habe mal wieder ein Stativ bekommen, was aber vielmehr auf meinen Mist gewachsen ist. Vor kurzen hatte ich die neue Stativ-Modellreihe von Vanguard – Die Abeo-Serie auf der Webseite gesehen und gleich mal meine Kontakte spielen lassen und konnte so Vanguard ein neues ABEO Plus323CT* abschwatzen.

Die Bezeichnung „CT“ steht übrigens für Carbon Fiber Tripod und da ich ein Gewichtsfuchs bin, kommt für mich natürlich nur dieses Material in Frage, denn ich schleppe schon genug Ausrüstung (Analog und Digital-Equipment) durch die Gegend. Das Gewicht ist auch ein Grund warum die Schieber meiner 4×5 Filmehalter ebenfalls aus Carbon gefertig sind. Das aber nur mal am Rande.

Das ABEO 323CT ist, obwohl aus dem bekannten schwarzen Material gefertigt, kein Leichtgewicht. Es ist ein ausgewachsenes Männerstativ, welches sich bis auf stattliche 1.80M ausfahren lässt und ohne Kopf 2.4Kg auf die Waage bringt. Benötigt man die gesamte Mittelsäule nicht, kann man diese auch ausbauen und nur das Ende als Stativkopfhalterung nutzen – wieder ein paar Gramm gespart. Apropos Mittelsäule, diese lässt sich nicht kippen sondern fährt nur nach oben oder unten. Für mich kein großes Manko – hab ich beim Alta Pro auch nie benutzt. Zudem habe ich schon einige Stative samt Kameras umfallen sehen, weil man sorglos mit dem veränderten Schwerpunkt umgegangen ist.

Da ich schon im Besitz eines Carbon Stativs, des Vanguard Alta Pro 283CT* bin, muss ich natürlich auch einen ersten Vergleich ziehen. Zunächst sei gesagt, es sind schon zwei verschiedene Klassen. Zum einen die Höhe, das Gewicht, die Rohrstärke aber vorallem und das hat mich ganz besonders postiv die Verarbeitungsqualität überrascht. Ich bin mit Vanguard schon etwas länger im Geschäft und kann durchaus sagen, dass sich die Qualität der Produkte stetig verbessert hat. Während die ersten Köpfe und Stativ hier und da Schwächen hatten, kann ich gerade bei den aktuellen Produkten keinen Grund finden, diese nicht zu kaufen. Einige werden jetzt vielleicht sagen, dass ich mich in der glücklichen Situation befinde, hier und da Fotoequipment zu bekommen. Das stimmt, aber genau diese Umstände geben mir die Möglichkeit diese Sachen subjektiv und ganz persönlich zu beurteilen.

Vanguard Abeo Plus 323CT - 5

Um es gleich vorweg zu nehmen, dass Stativ ist meiner Meinung nach wirklich nur für Outdoor-Fotografie Enthusiasten gedacht oder für diejenigen, die eine schwere Hasselblad im Studio bedienen wollen – wenn ihr versteht was ich meine! Für ne Einsteiger DSLR oder einer spielgelosen Kamera ist das Teil der reine Overkill. Da würde ich lieber zum Alta Pro mit seinen 1,7Kg greifen oder etwas noch kleineres, bevor ich mir dieses fette Teil um den Hals schnalle. Für meine Zwecke ist es aber genau richtig. Gerade meine Großformatkamera verlangt nach einem stabilen Stativ und mit dem Abeo hab ich genau das gefunden. Natürlich würde es auch meine D800 mit nem fetten Telezoom ohne Probleme halten. Sowas muss ich gar nicht testen – das sieht man bereits mit bloßem Auge, dass das passt.

Vanguard hat mit dem Abeo wieder auf die üblichen Stativ-Schnappverschlüsse umgestellt. Hingegen verfügte das Alta über Drehverschlüsse um die Stativbeine zu lösen und zu arretieren. Mir persönlich ist es eigentlich egal, doch wenn es schnell gehen muss, dann bevorzuge ich lieber die Schnappverschlüsse. Ein weiterer, aber dicker Pluspunkt sind die eingefassten Spikes. Diese wurden endlich natlos in die Stativbeine integriert und machen einen viel stabileren Eindruck als die „Dreh mich raus – ich bin ein Spike  Teile“ des Alta Pro. Darüber werden bei Bedarf die Gummifüsse gestülpt und darüber ganz neu, kann man rießige Latschen aus Gummi anbringen. Perfekt für losen Untergrund oder auch für Schnee usw… Schade, dass ich das Stativ noch nicht auf einen meiner letzten USA-Reisen dabei hatte. Gerade im Death Valley hätte es sich bestimmt gut gemacht.

Das wars eigentlich schon mit meinen ersten Eindruck, der Rest wird sich im nächsten Einsatz zeigen. Hier ist aber noch nichts geplant – na vielleicht geht’s im Herbst noch mal auf Städte-Tour nach Chicago. Ich bin jedenfalls gespannt und hoffentlich werde ich bei soviel Vorschusslorbeeren nicht böse überrascht. Das Abeo Plus 323CT hat natürlich seinen Preis und ist mit knapp 400 Öcken (Amazon Link zum Stativ)  auch kein Schnäppchen. Vergleichbare Modelle andere Hersteller (beispielsweise das Manfrotto MT057C4*) liegen aber rund 170 Euro über dem Abeo und wiegen nochmals ein ganzes Kilo mehr – Wohlgemerkt auch aus Carbon. Immerhin sollte man beim Kauf auch bedenken, da muss ja noch ein Stativkopf drauf!!!

Zeit mal wieder euch eine Frage zu stellen. Welche Stativ-Hersteller nutzt ihr denn so und welches Material – Carbon oder Alu? Postive und auch Negative Erfahrungen sind gewünscht um vielleicht dem geneigten Lesern zukünftige Kaufentscheidungen zu erleichtern.

Vanguard Abeo Plus 323CT - 4

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Vanguard Abeo Plus 323CT - 3

*Amazon Link