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Yongnuo YN-622N Funkauslöser – Mit Nikon direkt ansteuern…!!

3. Juli 2013

Yongnou - YN-622N

Bisher waren die YN-622 nur in der Canon Version erhältlich, mit den YN-622N werden nun auch Nikon Kameras unterstützt. Nun muss ich zugeben, dass dies meine ersten Funkauslöser überhaupt sind, denn bisher hatte ich mit Blitzen eigentlich nicht viel am Hut, außer vielleicht die Aufnahmen der Beitragsfotos für den Blog.

So ganz ohne Hintergedanken und nur für eine bessere Umsetzung der Beitragsfotos habe ich sie natürlich nicht gekauft. Naja, wie dem auch sei. Vergleiche zu anderen Produkten, beispielsweise zu PocketWizards* kann ich natürlich auch nicht geben, dafür sind mir die Dinger für einen Test einfach zu teuer. Ob und inwiefern sich bei mir erstmal die günstigen Yongnuo behaupten werden, sehr erstmal dahingestellt. Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum ich dann das ganze hier schreibe. Nun, jeder fängt mal an und aus dieser Sicht ist sicherlich auch für einige von euch interessant, wie ein „Laie“ damit umgeht…

Auf den ersten Blick machen sie einen vernünftigen Eindruck, fühlen sich auch nicht billig an. Es handelt sich übrigens bei den Yongnuo YN-622N* um sogenannte Transceiver. Das bedeutet, das in einem Gerät sowohl Empfänger als auch Sender steckt. Eigentlich ganz praktisch, denn man muss sich keine Gedanken darüber machen, was wo wie drauf gehört. Für den Kauf war neben dem Preis entscheidend, dass die Teile HSS (Highspeed Sync) und bei Studioblitzen Supersync unterstützen. Mit dem Systemblitz funktioniert das schon mal tadellos und ich denke auch beim entsprechenden langsam abbrennenden Studioblitz auch (Patrick hat das kürzlich getestet). Für meinen Test habe ich übrigens einen Metz MB 58 AF-2* verwendet. Im Grunde ist es eigentlich egal welchen Blitzhersteller ihr verwendet. Hauptsache es werden TTL und HSS unterstützt. Damit könnt ihr in Abhängigkeit der Kamera bis zu 1/8000 sec fotografieren – gerade für diejenigen die gerne Offenblendig fotografieren wollen. Natürlich nimmt hier die Blitzleistung extrem ab, was dann nur mit einem Studioblitz kompensiert werden kann, sofern mehr Power benötigt wird.

Die Auslöser machen das was sie sollen – Auslösen! Doch man möchte ja ein wenig mehr – nämlich die Blitzleistung entweder an der Kamera oder zumindest am Funkauslöser regeln. Gerade die Nikon-User bemängeln die Einstellung der Blitzleistung direkt von der Kamera aus. Es funktioniert nämlich nicht (eigentlich) – Canon User haben es dagegen einfach. Das TTL-Protokoll scheint wohl hier nicht so kompliziert zu sein… Sie können nämlich die Blitzleistung via dem Kameramenü steuern. Sobald der Blitz die TTL-Funktion unterstützt lässt sich dieser aber auch mit den Funkauslösern regeln. Wer dies zum ersten Mal testen möchte und sich durch die Bedienungsanleitung wühlt, wird feststellen, dass er nur Bahnhof versteht. Es ist einfach extrem beschissen beschrieben – anders kann man das einfach nicht ausdrücken. Auf der Suche nach einer verständlicheren Anleitung wie man die Blitzleistung um eine ganze oder ein drittel Stufe regeln kann, bin über den Blog von Foto-Morgen gestolpert. Hier steht alles schwarz auf grau, sodass ich mich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte.

Und jetzt kommts….

Auch bei Nikon Kameras gibt es übrigens eine Möglichkeit die Blitzleistung durch die Kamera zu steuern und zwar bis zu 4 Blendenstufen – nämlich durch die Bliztbelichtungskorrektur-Taste an der Kamera. Ihr kennt ja die „normale“ Belichtungskorrektur-Taste für Aufnahmen ohne Blitz? Meine D800 die meisten anderen Modelle verfügen am Gehäuse über eine zweite Korrekturtaste – eben für die Blitzbelichtung. Bei der D800 findet ihr diese über dem Entriegelungsknopf des Bajonett-Verschlusses. Durch drücken dieser Taste kann man neben den verschiedenen Modi : Rote-Augen, Zweiter Vorhang auch die Blitzbelichtung korrigieren. Bei der D800 gibt hier „plus-eine“ und „minus-drei Blenden“ inkl. der Drittelstufen. Ihr verfügt also über vier Blendenstufen. Korrigiert man vor dem ersten Auslösen über den Transceiver die Blitzleistung noch zwei ganze Blenden nach oben, kann man das Spektrum noch ein wenig erweitern. Also quasi die Ausgangsleistung des Blitzes erhöhen, bevor ihr anschließend via der Taste am Gehäuse der Kamera die Blitzleistung regelt. Mir ist schon klar, dass es sich nur um 4 Stufen handelt, aber es funktioniert und ist superschnell. Drücken – Einstellrad bewegen – Auslösen -fertig. Das gute an dieser Funktion ist, dass man keinen Masterblitz auf die Kamera stekcen muss um die anderen im Slave anzusprechen. Ich mein, wer will schon zusätzlich zum Funkauslöser noch einen Systemblitz oben drauf packen.

Aktuell kosten die Teile bei Amazon gerade mal um die 70 Tacken*. Eigentlich ein richtiges Schnäppchen für Funkauslöser, die man auch mit Nikon Kameras direkt ansteuern kann.

Nach meiner Info besitzwen folgende Kameramodelle über eine solche Korrekturtaste. Das wären die D90, D7000, D7100, D300S, D600, D700, D800(E) – Bei der D3, D3x und D4 funktioniert das leider nicht!

*Amazon Link

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Der BBH-200 von Vanguard und mein Senf…

30. Juni 2013

Vanguard BBH-200

Nachdem ich erst kürzlich meinen Senf zum neuen Eizo CX270 zum Besten gegeben habe, möchte ich euch heute wieder mit Equipment-Senf langweilen versorgen. Vor meiner letzten Reise an die Pacific Coast hatte mir Vanguard kurzerhand einen neuen Kugelkopf, den BBH-200* zur Verfügung gestellt.

Bisher hatte ich überwiegend den Sirui K-20X* für einen großteil meiner Aufnahmen verwendet. Dieser hatte zwar immer gute Dienste geleistet, war aber auch manchmal ein bisschen umständlich zu bedienen. Zusätzlich hatte sich vor kurzem der Gummi an der Feststellschraube gelöst und auch der Skalierungsring ist immer irgendwie verrutscht. Nicht, dass mich das extrem stört – hatte er doch schon einige harte Einsätze hinter sich, aber dennoch möchte man irgendwie was 100 Prozent funktionsfähiges haben. Der BBH-200* von Vanguard kam also zum richtigen Zeitpunkt. Ich konnte mich zwischen verschiedenen Kugelköpfen entscheiden und hätte sowohl den 100er als auch den nächst größere Modell nehmen können. Allerdings war mir auch das Gesamtgewicht wichtig. Der 200er liegt hier im Mittelfeld.

16 Tage hatte ich ihn nun im Dauereinsatz. An der rauen Küste, im Regenwald und in der Stadt. Er musst sowohl meine D800 mit dem 16-35mm f/4.0 als auch meine Großformatkamera mit Objektiv, Platten und Einstelltuch tragen und ehrlich gesagt hatte er das besser gemeistert als mein alter Kugelkopf. Der Grund dafür ist der Feststellhebel, der sich im Gegensatz zum Drehknopf beim Sirui einfach schneller handhaben lässt. Hier muss ich nicht mehrmals drehen um den Kopf in der richtigen Position zu arretieren. Gut, der Feststellhebel verfügt über keine Friktion um den Öffnungsanschlag und die Schwergängig zu begrenzen, wie sie beim Sirui vorhanden ist (sich hier allerdings leider immer wieder verstellt und daher in meinen Augen nicht zu gebrauchen ist), was wünschenswert aber eben nicht zwingend notwendig ist.

Vanguard BBH-200 - Vanguard Alta Pro 283CT - Chamonix 045N-2

Ohne euch jetzt irgendwelche Testcharts mit millimetergenauen Abweichungen zu zeigen, kann ich sagen, dass ich in Sachen Feststellgenauigkeit keine Probleme hatte. Ich konnte kein Nachwippen nach der Arretierung der Kugel feststellen. Insofern spielen für mich Testcharts keine Rolle. Etwas genauer konnte ich das mit meiner Großformatkamera feststellen. In der Regel wähle ich zunächst einen groben Ausschnitt aus, verkrieche mich anschließend unter das Einstelltuch und justiere den Bildausschnitt nach meinen Vorstellungen. Danach wird das Tuch vorsichtig von der Kamera entfernt (um die Filmkassetten einzuschieben), da es sich aber um Gummizüge handelt, muss man schon ein wenig zupacken um die ganze Geschichte wieder zu entfernen. Wie dem auch sei, der Kopf hielt dem bisher immer stand und so hat sich der Bildausschnitt nachträglich nie verändert. Supi, was will man mehr…

Der BBH-200 verfügt zudem über ein Schnell-Nivelliersystem, welches durch den orange-farbenen Schieberegler aktiviert wird. Einfacher ausgedrückt, dieser Schalter hält die Kugel zentriert in der Mitte, wobei sie sich ausschließlich um die Vertikale Achse drehen lässt. Für Vanguard lassen sich somit exakte 360 Grad Panoramen erstellen. Ich habe die 360 Grad Funktion nicht auf meiner Reise getestet. Halte ich auch für überflüssig. Dennoch finde ich die Funktion nicht schlecht, da ich so die Kamera schnell auf die Mitte zentrieren kann und sie ohne anschließende Arretierung auch in der Mitte bleibt. Ich gebe zu, dass ich das nicht oft genutzt habe – es ist aber eine nette Funktion.

Vanguard BBH-200 - Vanguard Alta Pro 283CT - Chamonix 045N-2

Den Sirui hab ich jetzt weggepackt und nutze nun nur noch den BBH-200*. Der Feststellmechanismus gefällt mir hier einfach besser. Um Ihn perfekt zu machen, würde ich mich noch über eine Friktion freuen. Vielleicht kann man das irgendwie bei den zukünftigen Kugelköpfen umsetzen ohne ihn allerdings schwerer zu machen. Auch wenn der BBH-200 etwas teurer ist –  ca. 180 Euro bei Amazon. Die Anschaffung lohnt sich aber! Als ich damals meinen K-20X gekauft hatte, gab es von Vanguard diese Qualität noch nicht. Schön, dass sie mittlerweile Arca-Swiss kompatibel sind und nach meinem Empfinden hochwertigere Materialen verwenden.

Offtopic: Vanguard gehört meiner Meinung nach nicht zu den High-End Playern im Fotografie-Zubehör Markt. Das muss man deutlich sagen. Was ihn allerdings gegenüber den anderen Herstellern auszeichnet, ist sein Bemühen Produkte besser zu machen. Das fängt bereits da an, dass Vanguard Fotoblogger mit in seine Marketing-Strategie miteinbezieht und über die Beiträge und Kommentare der Leser sich entsprechende Gedanken macht. Das ist zumindest mein Eindruck. Ich kann mich genau noch an meine Anfragen in verschiedenen Abständen für Equipment an Manfrotto, Gitzo usw.. erinnern. Keiner dieser Herstellern hatte es auch jemals für nötig gehalten auch nur eine Antwort zu schicken – auch keine Absage. Gut mag sein, dass diese viele Anfragen erhalten, aber die haben sicherlich nich nur eine Ein-Person-Presseabteilung, die sich um solche Anfragen kümmert…. Aus diesem Grund EINSPLUS für Vanguard! Offtopic-Ende.

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Eizo CX270 – Erster Eindruck

24. Juni 2013

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Vor kurzem wurde mir freundlicher Weise von Eizo der neue CX270* der ColorEdge Reihe für die Bildbearbeitung zu Verfügung gestellt. Über Eizo brauch ich ja wohl nicht viel zu erzählen. Dürfte ja jedem, der sich mit der Bildbearbeitung auseinandersetzt bekannt sein.

Ich ordne den CX270 etwas unterhalb der Spitzenmodelle (CG-Reihe) aber weit oberhalb der FlexScan SX-Reihe ein. Ich denke nach Einführung der CX-Modelle (gibts auch noch als 24er) wird für Eizo-Interessenten in Sachen Bildbearbeitung letztere, also die FlexScan Monitore, weniger in Betracht kommen. Grund ist meiner Meinung nach der geringe Preisunterschied zum neueren Modell. Apropos Unterschied, zum Spitzenmodell unterscheidet er sich eigentlich nur, dass er über keine LED-Hintergrundbeleuchtung und keinen integrierten Hardwarkalibrierungssensor verfügt. Der CX270 kommt zwar auch mit einem automatischen ausfahrbaren sensor, allerdings ist dieser nur für die Abstimmung und Korrektur Abstimmung zuständig und hat keine „richtige“ Hardwarekalibrierungsfunktion. Mit dem optionalen Zubehör ist aber eine Hardwarekalibrierung möglich.

Eizo-üblich kommt der Monitor in seinem schicksten Grau daher. Naja, designtechnisch war Eizo noch nie der Renner ähnlich eigentlich wie die Monitormodelle der Firma NEC. Man legt eben ein größeres Augenmerk auf die inneren Werte. Im Grunde ist es eigentlich auch das was zählt. Was bringt mir ein super designter Monitor, wenn das angezeigte Bild einfach nur sch… aussieht. Geliefert wurde er mit neben den üblichen Kabeln auch mit einer ColorNavigator-Elements CD. Vorsichtig ausgedrückt ist es eine Software um den Monitor abzustimmen. Dazu später noch mehr. Mein Lieferumfang viel allerdings deutlich höher aus. So habe ich neben den Lichtschutzhaube auch ein X-Rite Colorimeter* mit passendem ColorNavigator Licence Pack zur Hardwarekalibrierung des Monitor erhalten.

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Da sich nicht jeder gleich ein Colorimeter und die passenden Eizo-Software kaufe möchte, habe ich zunächst den Monitor nur mit dem mitgelieferten Elements-Paket abgestimmt. Es gibt hier auch eine PDF-Anleitung von Eizo zum Thema. Das Programm ist selbsterklärend und kinderleicht zu bedienen. Allerdings benötigt man einen Drucker um die Abstimmung mit Hilfe eines Vergleichs-Ausdrucks durchzuführen. Sicherlich kann man auch die voreingestellten Modi nutzen, die Eizo bereits ab Werk zur Verfügung stellt, aber ich möchte doch zumindest das Gefühl haben eine Abstimmung durchgeführt zu haben. Hat man das von Eizo oder sein eigenes Testbild (Ich empfehle letzteres) ausgedruckt soll man es mit Hilfe der Darstellung am Monitor vergleichen. Verschiedene Parameter (Helligkeit, Hauttöne, Gesamteindruck) lassen sich verstellen. Es ist also mehr eine visuelle Abstimmung, als eine tatsächliche Kalibrierung. Jetzt wisst ihr auch warum ich nicht von Kalibrierung sondern von Abstimmung spreche.

Leider hinkt diese visuelle Abstimmung (Papierausdruck und Monitordarstellung) in meinen Augen ein wenig. In der Regel hat man keine Tageslichtleuchte mit exakter Farbtemperatur daheim rumstehen. Ich zumindest nicht. Ehrlich gesagt empfinde ich hier ein wenig Verbesserungsbedarf. Zudem hab ich noch etwas anderes vermisst. Die Möglichkeit die Farbtemperatur einzustellen und abzustimmen. (mit dem„richtigen“ ColorNavigator-License Pack möglich). Ich empfand die Anzeige als etwas zu warm. Natürlich kann ich hier ins Monitormenü gehen und die entsprechenden Regler bewegen, aber wenn es schon eine gut bedienbare Software gibt, dann sollte diese Funktion auch vorhanden sein.

Letztlich habe ich den Monitor nach meinem Empfinden und auch im Vergleich zu meinen persönlichen Empfinden abgestimmt und war mit der Anzeige der Bilder sehr zufrieden. Im Grunde hat alles gepasst. Ein wenig hat mich natürlich gewurmt, dass der Monitor nicht kalibriert war. Vielleicht sollte man auch die Kirche im Dorf lassen denn wer sich einen Monitor für die Bildbearbeitung kauft, der stimmt ihn nicht nur ab, sondern kalibriert ihn sowieso. Am besten natürlich hardware-seitig. Eizo hatte natürlich auch an das gedacht und mir auch die passende Software und das Messgerät geliefert. 5x schneller als vorhergehende Modelle soll die Kalibrierung nun. Daneben verfügt es noch um eine Umgebungslicht- und eine Papierweiß-Messung. Das betrifft mich eher weniger, da sich mein Umgebungslicht immer wieder mal ändert und ich selbst daheim auch nicht ausdrucke.

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Ausgepackt, installiert und den Colorimeter angeschlossen. Software gestartet, Helligkeit und Farbtemperatur festgelegt und nach 5 Minuten war alles kalibriert. Ich hätte auch die voreingestellten Profile auf den Monitor anwenden und ausführen können, allerdings ist mir 5500Kelvin und eine Helligkeit von 100cd/qm zu wenig. Ich bin daher auf D65 (6500 Kelvin) Gamma 2,2 (Windows) und 120cd/qm gegangen und habe den Monitor nach diesen Werten Kalibriert. Korrigiert mich, wenn ich jetzt total daneben liege, allerdings arbeite ich seit jeher mit diesen Werten und kann mich über die Darstellung nicht beklagen. Der Eizo CX270 gehört sicherlich nicht zu den günstigen Monitoren, wer sich aber ernsthaft mit der Bildbearbeitung und dem Druck auseinander setzten möchte, kommt an diese Art von Monitore (mit der Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung) nicht vorbei. Übrigens konnte ich keinen Unterschied im Ergebnis zwischen Abstimmung mit der Elements-Software und der Hardware-Kalibrierung feststellen. Bedeutet im Umkehrschluss für mich, dass Eizo bereits ab Werk ein wirklich gute Vorkalibrierung liefert.

Ich werde jetzt die nächste Zeit diesen Monitor für meine kommenden Bildbearbeitungen intensiv nutzen um euch in geraumer Zeit noch einen Erfahrungsbericht geben zu können. Was mir schon mal aufgefallen ist, endlich keine Farbabrisse bei feinen Farabstufungen während der Bearbeitung mehr… Das ist schon mal extrem viel Wert. Preis des Eizo CX270 bei Amazon.de 1.356,95 Euro.

An dieser Stelle wieder die obligatorische Frage. Hat einer von euch schon dieses Modell (ist zwar erst seit kurzem erhältlich) oder zieht prinzipiell den Kauf eines neuen Monitors zukünftig in Erwägung? Was nutzt ihr eigentlich derzeit für die Bildbearbeiung (auch das Betriebsystem würde mich interessieren) und seit Ihr damit zufrieden?
PS: Sorry, für den Staub auf dem Display – hatte ich gerade frisch ausgepackt

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Sigma 35mm f1.4 Art Serie – Erfahrungsbericht

14. Juni 2013

Sigma 35mm 1.4 Art-SeriesSigma war so nett mir ein 35 mm f/1,4 DG HSM* aus ihrer neuen Art Serie zum Test zur Verfügung zu stellen. Der Objektivhersteller führt gerade drei neue Produktlinien ein, die auf die den Namen Art, Contemporary und Sports hören. Das 35mm ist das erste aus der Art Serie und soll dem Profi- und Hobbyfotografen für künstlerische Zwecke dienen. Die Objektive aus diesen Serien sind mit einem optionalen USB Dock kompatibel. Über eine Software kann die Firmware aktualisiert, der Fokus und Bildstabilisator angepasst werden. Diese Möglichkeiten gab es so noch nie. So viel erstmal zum Werbetext.

DxOMark und andere Tests/Meinungen im Internet sprechen dem Objektiv eine hervorragende optische Leistung, auch für hochauflösende Kameras, zu. So war ich also gespannt das Objektiv selbst mal auszuprobieren.Zwei Wochen war das Sigma nun fast durchgängig an meiner Nikon D800. Durch das Weitwinkel und die große Blende ergibt sich eine besondere Optik. Einerseits hat man viel auf dem Bild und trotzdem geht der Hintergrund schön in die Unschärfe über. Mein erster Eindruck war überraschend wie weitwinkelig 35mm doch sind. Verstärkt wurde der Eindruck sicherlich adurch, dass ich in letzter Zeit fast nur das 105mm Macro auf der Kamera hatte.

Bereits beim Auspacken fällt einem das schicke Aussehen des Objektivs auf. Es ist schön schlicht und in schwarz gehalten, fühlt sich gut und hochwertig an. Es sieht aus, als ob es komplett aus Metall gefertigt wurde – ist es aber nicht. Objektiv Mittelteil und Filtergewinde sind aus Kunststoff. Das wird sich wahrscheinlich aber nur auf die Langlebigkeit auswirken. Der Fokusring ist schön griffig, läuft aber doch recht schwergänig. Gelegentlich fotografiere ich am Boden sitzend der liegend oder halte die Kamera akrobatisch fest. Dabei macht sich die Schwergängigkeit doch bemerkbar. Nikon Objektivbesitzer müssen sich übrigens umgewöhnen, den Drehrichtung um den Fokus von Nah-Fern ist genau anders herum (Canon User dagegen nicht….). Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier und so drehe ich immer wieder in die falsche Richtung. Ein Blick ins Handbuch sagt mir außerdem, dass keine Wetterfestigkeit vorhanden ist. Naja, immerhin wird es gleich anfangs erwähnt ohne später böse Überraschungen erleben zu müssen. Wie auch beim Nikon Pendant geht die kleinstmögliche Blende bis f16. Auch wenn Diffraction (Beugungsunschärfe) schon ab Blende 11 los geht, so möchte man gelegentlich im Kampf um längere Belichtungszeiten die Blende noch weiter schließen. Zum Lieferumfang gibt es noch eine gut funktionierende Tasche und eine Sonnenblende.

Der erste Ausflug mit dem Sigma ging in den Wald. Vormittags war es vom nächtlichen Regen noch recht feucht, wo ich mir normalerweise keine Gedanken drüber mache, musste ich nun aufpassen kein Wasser auf das Objektiv zu bekommen. Als ich die Kamera mit dem aufgesetzten Sigma aus dem Rucksack hole, ist kein Deckel mehr drauf. Das ist mir mit den Nikon Deckeln noch nicht passiert. Keine große Sache, aber vielleicht sollte man den Sigma Deckel einfach gegen einen von Nikon tauschen. Ich ließ es mir nicht nehmen, die ersten Bilder mit f1.4 aufzunehmen schöne Freistellung. Um aber eispielsweise einen Baum im Wald vom „Hintergrund“ zu trennen, sind längere Brennweiten besser geeignet.Weiter ging es zu einigen kleinen Buschwindröschen. Die Naheinstellgrenze liegt bei ca. 30 cm, reicht aber in Verbindung mit einer offenen Blende völlig aus um ein schönes Bokeh zu erhalten. Der Autofokus liess mich jedoch im Stich. Er war zu keiner Scharfstellung zu bewegen und fuhr nur hin und her, obwohl eine helle Blüte im dunklen Waldboden genügend Kontrast liefern sollte. In letzter Zeit habe ich in solchen Situationen öfters mit Live View gearbeitet, hier den Schärfebereich an die gewünschte Stelle verschoben und ausgelöst. Doch auch im Live View wollte der Sigma Autofokus nicht. Ich musste den Fokus auf Manuell umstellen, das Live View Bild zwei, drei Stufen vergrößern und erst in der Vergrößerung konnte ich per Hand die Schärfe gezielt setzen. Dann zum Test noch ein wenig gegen und in die Sonne fotografiert, Blendenflecke auf dem Bild muss man schon absichtlich herbei führen. Farbränder an starken Kontrastkanten sind eigentlich nicht vorhanden oder konnte ich nicht erkennen. Das erste Fazit war eine sehr schöne Schärfe schon bei f1.4 und ein etwas schwacher Autofokus im Naheinstellbereich.

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Der zweite Einsatz lies nicht lange auf sich warten. Ich habe ein paar Bilder von meinem Nachwuchs gemacht. Hier bin ich etwas über der Naheinstellgrenze, bei ca 40 cm. Der Nachwuchs zappelt hin und her und es werden bei Blende 1.4 ungefähr zwei drittel der Bilder scharf. Der Autofokus hängt wieder einige Male oder sitzt nicht schnell genug dort wo er soll und einige Situationen gehen leider verloren. Die Meinungen im Internet loben die hohe AF Geschwindigkeit, ich empfinde sie eher als Ok bis langsam. Mein Vergleich sind hier Nikon Objektive mit f2.8, die durch die kleinere Blende aber auch etwas schneller arbeiten sollten. Am Nachmittag geht es raus zum Familienspaziergang, es fängt kurz vorm Ziel an zu regnen. Wieder muss ich mir Gedanken um das Objektiv machen. Zum Glück haben Frauen immer eine Handtasche dabei. Die D800 mit Batteriegriff und L-Winkel ist nicht so wirklich handlich, aber es passt grad so.

Der nächste Einsatz sah wie folgt aus, ich stehe kurz nach vier Uhr morgens auf und werde als verrückt erklärt. Doch mit einer halben Stunde Fahrt plus 10 Minuten Fußweg zum Ziel und Sonnenaufgang um ca 05:20 Uhr passt alles genau. Das Ziel ist ein Feld mit Schachbrettblumen. Pünktlich um 05:20 mache ich mit den Nikon Objektiven die ersten Fotos, es ist bedeckt und noch recht dunkel, der Sonnenaufgang lässt auf sich warten, die ISO muss hoch auf 800. Nach einer Stunde sind die ersten Fotos im Kasten. Der Sonnenaufgang war unspektakulär und schleichend, es ist schon deutlich heller und die ISO wieder runter gedreht. Da war ja noch das Sigma Objektiv im Rucksack. Also voller Erwartung auf eine neue Perspektive die 35mm drauf gesetzt. Die Kamera liegt meist direkt auf dem Boden oder zwischen dem morgendlich feuchtem Grass. Das bedeutet also wieder aufpassen. Die Tropfen auf dem nassen Grass erzeugen nette kleine Kreise. Die Schachbrettblumen sind relativ gross, das Objektiv sollte also nicht allzu sehr an der Naheinstellgrenze kämpfen, doch der Autofokus direkt durch den Sucherund im Live View ist nur am hin und her fahren. Ich nutze wieder die vergrößerte Live View Ansicht und mache in ca 20 Minuten genau vier Bilder. Ich habe noch einige Ideen im Kopf und keine Lust und Zeit auf das mühselige arbeiten mit dem Sigma, es darf wieder in den Rucksack. Ich wechsele auf das 70-200mm f2.8 plus 2-fach Konverter und stelle zielgenau durch einigen Ebenen Grass mit dem Autofokus scharf. Nach drei Stunden war es durch den schlappen Autofokus ein kurzer Auftritt des Sigmas.

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Wieder unterwegs geht es zum Hamburger Hafen, eigentlich möchte ich Möwen mit kurzer Verschlusszeit, am besten noch gegen den blauen Himmel fotografieren. Nachdem der erste Schreck über den verloren geglaubten Objektivdeckel vergangen ist, kann es losgehen. Morgens am Hamburger Hafen schlafen die Möwen scheinbar noch. Es sind nur ein paar Tauben zu entdecken die doch recht schüchtern sind. Der Autofokus steht diesmal auf continuous/servo die Tauben sind ca 2 Meter entfernt und es passen die meisten Schüsse, also gibt es hier nichts zu meckern. Noch ein liegendes Schiff fotografiert, die Details sind der Hammer, die Megapixel der D800 blühen voll auf..

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Es ist trocken draussen, es hat nichtmal über Nacht geregnet, das Sigma kann also unbesorgt raus. Der morgendliche Ausflug geht wieder in den Wald und als ich ankomme scheint die Sonne bereits durch die Bäume. Der Teil Wald ist frisch gepflegt was meistens dazu führt, das dort relativ wenig Pflanzen wachsen. Das warme Licht scheint schön auf den Waldboden, ich suche mir ein paar Pflänzchen aus. Auf diese lege ich den Fokus und die Unschärfe im Hintergrund ist wunderbar. Wie immer stellt der Autofokus nicht von allein scharf und ich muss per Hand im Live View nachhelfen. Danach stelle ich die Blende auf f16 und fotografiere in die Sonne was einen schönen Sterneffekt ergibt. Dann ist dort plötzlich ein kleines Tier am Waldboden, ich stelle den Fokus auf Automatik, gehe extra einen Schritt zurück damit er bessere Chancen hat zu greifen, aber er lässt mich im Stich. Dann versuche ich mich an ein paar Wischern und Doppelbelichtungen. Bei den Doppelbelichtungen fällt mir auf, dass es schnell passiert, dass helle Kreise sehr stark ins Bild stechen oder sehr stark überlagern. Schaut Euch zur Verdeutlichung ie hellen Bereiche des Beispielbildes an. Einen solchen Effekt habe ich bei meinenanderen Objektiven bei weiten noch nicht so stark gesehen, selbst wenn eine Aufnahme extrem unscharf und aufgeblendet gemacht wurde. Ich weiß nicht, ob es an der kurzen Brennweite oder der großen Blende liegt, auf jedenfall muss man mit dem Sigma besonders aufpassen.

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Kommen wir zum Fazit nach dem zwei wöchigen Einsatz. Erst einmal die Punkte die mir weniger gut gefallen haben. Größter Minuspunkt ist der schwache Autofokus im Nahbereich. Mein D800 Fokus wurde übrigens nachgestellt und arbeitet mit Nikon Objektiven einwandfrei. Die Meinungen im Internet gehen auseinander, einige haben AF-Probleme andere nicht. Die Verarbeitungsqualität und Lebenserwartung ist bei den 35mm Objektiven von Nikon/Canon sicher höher anzusetzen wie bei Sigma. Bedenken sollte man auch, dass es mit neueren Kameragehäusen, die noch nicht auf dem Markt sind, mit Dritthersteller Objektiven zu Problemen kommen kann. Durch das optionale USB Dock könnte man vielleicht sein Sigma selber updaten. Mich stört zusätzlich die nicht vorhandene Wetterfestigkeit. Immer wieder bin ich mit dem feuchten Nass in Kontakt gekommen. Es muss aber nicht immer Wasser sein, auch Sand kann zum Problem werden. Positiv für das Sigma sprechen die überragende Bildqualität die sich durch gute Schärfe, Auflösung und Farbwiedergabe, wenig Verzerrung und CA’s wieder spiegelt. Alle Tests bei denen es um die reine Abbildungsleistung geht gewinnt das Sigma und lässt die Konkurrenten von Nikon/Canon hinten an stehen. Das Sigma ist ein spezielles Objektiv, da muss jeder individuell entscheiden ob es für ihn in Frage kommt oder nicht. Ich würde empfehlen das Objektiv im Fachhandel mit Eurer Kamera auszuprobieren. Dann seht Ihr ob der AF funktioniert wie er soll und Ihr bekommt gleich einen Eindruck von der Optik. Ich hoffe der Bericht macht Euch die Entscheidung leichter.

Wer von Euch hat eigentlich dieses Objektiv oder plant dessen Anschaffung?

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