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Fazit: Günstiger LG Monitor für die Bildbearbeitung – IPS236V

15. Juli 2011

Im Großen und Ganzen reicht die Artikelüberschrift eigentlich aus um mein derzeitiges Testgerät, welches unter anderem seit fast 6 Wochen im Einsatz ist, zu beschreiben.

Wie ich bereits in meinem einleitenden Artikel über den neuen LG IPS236V geschrieben habe, ist für um die 200 Euro keine eierlegende Wollmilchsau in Sachen Monitor für die Bildbearbeitung zu erwarten. Bei der Kalibrierung war er zunächst etwas zickig, musste sich aber letzten Endes dem Messgerät geschlagen geben. „Wie alle Testgeräte habe ich auch diesen Monitor versucht zu kalibrieren, was gar nicht so leicht gewesen ist. Das Problem ist der Blaukanal, der sich nur schlecht kalibrieren läßt. Normalerweise werden Monitore auf Gamma 2.2 kalibriert – der LG muss dagegen auf den Wert 2.0 eingestellt werden um natürliche Farben darzustellen. Minuspunkt LG!“ Natürlich kann man sich an dieser Stelle die Frage stellen, wer sollte solch ein Consumer  Modell kalibrieren, dass immerhin fast genauso viel kostest, wie ein Colorimeter selbst!?

Für die Bildbearbeitung ist er bedingt geeignet, aber nicht ungeeignet. Absolut farbverbindliche Bearbeitungen würde ich allerdings nicht durchführen, hier stößt der relativ kleinen darstellbaren Farbraum einfach an seine Grenzen. Wer hingegen seine Arbeiten in sRGB (davon soll es ja einige geben…) bearbeitet oder sich ausschließlich mit der schwarzweiss Bildbearbeitung beschäftigt, wird mit dem LG keine Probleme haben. Einige meiner Island-Aufnahmen (Beitrag folgt demnächstIsland Impressionen) habe ich zum Beispiel mit diesem Monitor bearbeitet und von dem Ergebnis bin ich nach wie vor überzeugt. Gerade bei der Schwarzweiß-Bildbearbeitung spielt im Grunde genommen nur die Kontrastdarstellung und eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung am Monitor eine Rolle. Das verbaute IPS-Panel überzeugt durch Blickwinkelstabilität. Subjektiv konnte ich im Hinblick auf Helligkeit/ und Kontrast keine nennenswerten Ausreißer entdecken.

Falls benötigt, hier meine gewählten Einstellungen über das OSD-Menü

Helligkeit = 19, Kontrast = 79,  Schärfe = 5,  Rot=38, Grün=46, Blau=50, Gamma 2,0

Wer LG kennt, der weiß, dass hier das Design an vorderster Front steht. So auch bei diesem Modell hier. Das hochglanzpolierte Plastikgehäuse macht auf den ersten und auch auf dem zweiten Blick einen wertigen Eindruck – halt, Stop! Nach wie vor macht es zwar einen hochwertigen Eindruck, allerdings ist die Oberfläche meines Erachtens etwas zu empfindlich gegenüber Kratzern und Staub. Auch die Bedienung des OSD-Menüs durch die Touchoberfläche könnte besser sein. Diese ist nämlich nicht beleuchtet und reagiert äußerst sensitiv, was etwaige Einstellungen betrifft. Das kann manchmal nerven, wenn man schon das x-te Mal versucht, eine Einstellung vorzunehmen. Hier muss man allerdings auch die Kirche im Dorf lassen, denn wer verändert schon jeden Tag seine Monitor-Einstellungen – Ich z.B nicht!

Für wen ist der Monitor gedacht:

Wer  gerade eine komplette Kamera-Ausrüstung erworben hat und noch einen „günstigen“ Monitor für die Bildbearbeitung benötigt, dem kann ich gutes Gewissens, für den Anfang wohlgemerkt, diesen Monitor empfehlen. Bevor jetzt wieder ein Aufschrei à la wie kannst du nur….. durch die Reihen geht. Ehrlich gesagt, bei mir hat sich der Monitor wirklich gut geschlagen.

Da ich mir gut vorstellen kann, dass man sich nicht unbedingt noch ein Kalibrierungsgerät im Wert des Monitors zulegt, biete ich hier mein ICC-Monitorprofil zum Download an.

Download LG IPS236V ICC Monitorprofil
Amazon Link zum Monitor: LG IPS236V

PS: Nach der Testphase habe ich den Monitor gekauft….

Fotografie, Testberichte

Neuer LG IPS236V Monitor bei BlogTimes eingetroffen…

31. Mai 2011

Letzte Woche ist bei mir zu Testzwecken der neue IPS236V von LG eingetroffen. Der neue 23 Zoll Monitor vom Elektronikgiganten LG wurde mit einer LED Beleuchtung und einem blickwinkelstabilen IPS Panel ausgestattet. Wie man am Preis von ca. 200 Euro sehen kann, geht er deutlich in die Consumer Richtung.

Ausgepackt und betriebsbereit ersetzt er mein für die Bildbearbeitung nicht tauglichen ASUS Monitor mit einem TN Panel (schame on you). Zu meiner Verteidigung,ich habe bisher keine farbkritschen Aufnahmen bearbeitet. Sollte ich das mal machen, werde ich wohl oder übel vom Monitor bestraft. Naja, wie dem aus sei, zurück zum LG.

Ich war mal wieder nicht daheim, also musste ich das Paket vom Versanddienst selbst abholen. Sofort viel mir das geringe Gewicht von knapp 5 Kilo auf, welches sehr wahrscheinlich auf die Verwendung der LED Beleuchtung und der „geringen“ Größe von 23 Zoll zurück zu führen ist. Natürlich handelt es sich hierbei um keine echte Full LED Beleuchtung, sondern um die sogenannte EDGE LED Lösung. Hierbei ersetzen die LEDs die CCFL Röhren und werden seitlich im Monitor untergebracht. Vorteil der LED Beleuchtung ist eine homogenere Ausleuchtung, auch wenn es aufgrund der EDGE Lösung vereinzelt auch hier zu Lichthöfen kommen kann. Subjektiv empfinde ich die Helligkeitsverteilung vom Monitor sehr gut. Auch die Blickwinkelstabilität des IPS Panels überzeugt.

Wer LG kennt, der weiß, dass hier Design an vorderster Front steht. So auch bei diesem Modell hier. Das hochglanz polierte Plastikgehäuse macht auf den ersten und auch auf dem zweiten Blick einen wertigen Eindruck. Der Monitor verarbeitet durch die Anschlüsse (Displayport, DVI und VGA) das digitale, sowie das analoge Eingangssignal. Aufgrund der geringen Bautiefe wurde das Netzteil ausgelagert, was sich positiv auf mögliches Netzteilgeräusche auswirkt – Es gibt nämlich keine! Im Übrigen verfügt der Monitor über eine Touchbedienung, die das übersichtliche OSD Menü steuert.

Wie alle Testgeräte habe ich auch diesen Monitor versucht zu kalibrieren, was gar nicht so leicht gewesen ist. Das Problem ist der Blaukanal, der sich nur schlecht kalibrieren läßt. Normalerweise werden Monitore auf Gamma 2.2 kalibriert – der LG muss dagegen auf den Wert 2.0 eingestellt werden um natürliche Farben darzustellen. Minuspunkt LG!

Bin mal gespannt, wie sich der neue LG in den nächsten Wochen in Sachen Bildbearbeitung schlägt. In anbetracht des Preises kann man natürlich keine eierlegende Wollmilchsau erwarten. Das hat überdies auch einer erster Farbraumtest gezeigt. Etwas über 90 Prozent des sRGB Farbraums werden dargestellt. Für die farbkritische Bildbearbeitung fällt er hier schon mal durch und auch für die Druckvorstufe ist er nicht geeignet. Aber Letzteres ist ja auch nicht die Zielgruppe.

Also, wenn ihr Fragen zum Monitor habt – nur zu!?

Testberichte

Eizo FlexScan SX2762W – Neuer 27 Zoll Monitor zum Test bei BlogTimes

28. März 2011

Bereits Anfang dieses Jahres hatte man den neuen SX2762W der FlexScan Reihe angekündigt – seit ein paar Tagen ist er nun erhältlich. Im Rahmen einer Kooperation zwischen BlogTimes und dem Monitorhersteller EIZO wird in den nächsten Tagen ein Testgerät bei mir eintreffen.

Ein 27 Zoll Modell hatte bisher in der kompletten EIZO Produktpalette gefehlt. Der SX2762W ist nun die Antwort auf die noch fehlende Lücke zwischen den 24 und 30 Zöllern. Wie auch schon beim Test des EIZO ColorGraphic CG245W im Oktober vergangenen Jahres, werde ich das neue Modell im Rahmen meiner Möglichkeiten vergleichen, testen und beurteilen.

Mit dem neuen SX2762W steht EIZO auf jeden Fall in direkter Konkurrenz zum MultiSync® PA271W der Firma NEC. Wie auch der NEC glänzt der EIZO durch 10Bit Farbdarstellung (1 Mrd. Farben) und einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Zudem verfügt der Eizo Monitor über eine 16Bit LuT (Look-up-Table) im Gegensatz zu den 14Bit des NECs. Der Vorteil könnte sich in der  Menge der darstellbaren Farbtöne zeigen. Diese liegen beim SX2462W bei 68 Milliarden! Was den Wert der Leuchtstärke betrifft, so wird diese beim SX2762W mit 270 cd/m² und beim PA271W mit 300 cd/m² angegeben. Der Unterschied dürfte meiner Meinung nach keinen Einfluss auf Kontrast, Helligkeit usw… haben.

Was den EIZO allerdings gegenüber dem NEC attraktiver macht, ist die Hardware Kalibrierung, auch wenn  sie nur optional erhältlich ist. Hierbei handelt es sich um eine Software mit Namen EIZO EasyPIX, die mittels einer Messsonde die Hardware-Kalibrierung des SX2762W in Sachen Weißpunkt, Gamma und Helligkeit des Monitors ermöglicht um diese Werte dann exakt mit der Look-Up-Table des Monitors abzustimmen.

Gerade diese Funktion ist normalerweise nur den Modellen der ColorGraphic Serie vorbehalten. Umso mehr wird dieser Monitor nicht nur für eine farbgetreue Bildbearbeitung bei Fotografen sorgen, sondern auch in der Druckvorstufe oder bei Grafikern eine gute Figur abgeben.

Wichtige Eckdaten im Überblick

  • 27-Zoll-Farb-LCD im 16:9-Format mit 2560 x 1440 Bildpunkten
  • Homogene Ausleuchtung und Farbreinheit dank Digital Uniformity Equalizer
  • Farbpräzision mit 16-Bit-Look-Up-Table und bis zu 10-Bit-Farbwiedergabe
  • Wide Gamut-LCD mit 97% AdobeRGB für mehr Farben bei kräftiger Sättigung
  • Höchste Ergonomie und Wirtschaftlichkeit durch Auto-EcoView und EcoView-Sense
  • Helligkeits- und Farbdriftkorrektur für beständige Helligkeit und Farben
  • Display Port-, Mini Display Port- und DVI-D-Eingänge

In Anbetracht der Ausstattung kann er sicherlich ohne Weiteres mit den High End Geräten mithalten und sehr wahrscheinlich vergleichbare Konkurrenzprodukte in den Schatten stellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Monitor seinen Weg auf so manchen Schreibtisch finden wird und das nicht nur auf den von Profis.  Zudem macht ihn der faire Preis von um die 1.500 Euro (Strassenpreis) für viele Interessenten attraktiv.

Wie immer bei einem Testgerät besteht für BlogTimes Leser die Möglichkeit Fragen und/oder Anregungen für den Test zu stellen und zu geben.

EDIT vom 04.04.2011:
Der neue Eizo 27 Zöller wird morgen bei mir eintreffen und für die nächsten 4 Wochen als Testgerät für die Bildbearbeitung Verwendung finden. Der Testbericht wird selbstverständlich noch in der Testphase veröffentlicht um euch Leser die Möglichkeit für Rückfragen zu geben.