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Unterwegs

Fotografie, Mitgemacht

Smartphone und DSLR – Die Immerdabei Kameras

11. August 2013

BlogTimes- Nikon D800

Vor einiger Zeit hatte ich eine kleine Umfrage zum Thema „Nimmst du deine Kamera eigentlich überall mit“ gestartet. Eine Vielzahl von Lesern sind dem Aufruf gefolgt und haben abgestimmt und auch wenn es keine super repräsentative Umfrage ist, so kann man dennoch eine Tendenz erkennen und das ist immerhin schon was.

Dass die meisten Ihr Smartphone als Immerdabei-Kamera nutzen, war mir schon klar. Viele von euch nutzen aber ausschließlich oder zusätzlich ihre DSLR und das fast jeden Tag. Also das finde ich schon erstaunlich. Die spiegelosen Systemkameras folgen an vierter Stelle, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass diese preislich immer noch ganz schön zu Buche schlagen und sie nicht im Besitz der breiten Masse sind. Ich denke, dass wird sich in den kommenden Monaten noch verschieben.

Unabhängig ob Smartphone, DSLR oder System, es zeigt für mich vorallem das veränderte Verhalten zur Fotografie. Früher hatte man wenige Menschen mit der Kamera baumelnd vor dem Bauch gesehen. Heute gibt es fast niemand, der keine Kamera dabei hat! Auch iPad und Co sind nicht mehr wegzudenken. Anfangs noch belächelt, mitlerweile ganz  normal, wenn Menschen ihre Tablets in die Höhe halten und wild drauf los knipsen….

By the way… Wer von Euch ist eigentlich bei Instagram? Postet doch einfach hier euren Link zum Portfolio  – Mich findet man unter http://instagram.com/blogtimes

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

So viel wie möglich und so wenig wie nötig…Welches Objektiv für welches Reiseziel?

26. April 2013

Nikon 16-35mm f4.0Der Grund dieser Überlegung geht eigentlich auf den Beitrag von Thorsten Muehlbacher (Clickpix.eu) zurück. Er wollte wissen welches Objektiv auf seinen letzten Reisen durchschnittlich öfter zum Einsatz kam. Die Metadaten in Lightroom gaben ihm einen schnellen Überblick – es war das EF 24-105mm 1:4,0*. Ein Interessanter Gedanke, doch ich fand die Aufstellung der genutzten Objektive nach Reiseziel interessanter.

Betrachte ich selbst meine Aufnahmen der letzten Jahre komme ich zu dem Entschluss, dass ich als Referenzperson für diese Frage vielleicht gar nicht tauge. Ich arbeite zu 90 Prozent mit einem Weitwinkel Objektiv derzeit mit dem 16-35mm 1:4G ED VR* von Nikon oder bei der Großformatkamera mit einem 75mm Rodenstock Grandagon f6,8. Ich bin mir aber sicher, dass ihr ein ganz anderes Nutzungsverhalten in Sachen Objektive habt. Für mich ist immer wichtig mit so wenig wie möglich und so viel Equipment wie nötig zu reisen. Sollte ich meine ganzen Objektive mit auf Reisen nehmen, dann bräuchte ich nen Scherpa.

Ich würde diesen Beitrag gerne zum Anlass nehmen eine Art „Übersicht“ zu erstellen, welche Objektive für welches Reiseziel sinnvoll sind und welche man getrost zu Hause lassen kann. Gerade in meinen fotografischen Anfängen war ich immer wieder auf der Suche nach Infos darüber, da ich nicht mein gesamtes Equipment mit mir rumschleppen wollte. Das ganze hier ist noch ausbaufähig, aber ich fang mal mit meinen Reisen an…Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch eure Erfahrungen schildern könnt.

Noch eines… sicherlich ist die Verwendung eines bestimmten Objektivs immer auch etwas subjektives. Die Vorschläge sind daher eher als Überlegung und Denkanstoß zu werten, dienen als Anhaltspunkt und geben meine Erfahrung wieder. In der Regel reise ich pro Kamera nur mit max. zwei Objektiven. Auch wenn ich Objektive oder vielmehr Brennweiten hier und da von meinen Reisen ausschließe, bedeutet das nicht, dass ihr sie nicht verwenden dürft. Ich halte es aber nach Motto „Maximale Bildausbeute für minimale Reisezeit“. Maximal bedeutet aber in jedem Qualität statt Quantität.

Godafoss,* 509 - Iceland 2011

Island:
Hauptsächlich kommt hier Landschaftsfotografie zum tragen. Daher empfehle ich den Einsatz eines Weitwinkel Objektives. Bei FX würde ich bei 16mm anfangen. Bei DX bei 10 oder 12mm Brennweite. Zusätzlich könnte man noch ein leichtes Tele zwischen 105 oder 120mm mitnehmen.Den mittleren Zoombereich habe ich bei meinen eigenen Reisen nicht benötigt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Island speziell auf Weitwinkel ausgelegt ist um wirkungsvolle Landschaftsaufnahmen zu erzielen. Details zur Aufnahme: Entstanden mit einem Nikon 17-55mm* bei 17mm – D300.

Sheikh Zayed Mosque,#544 U.A.E.2011

Dubai:
Wer hier die Stadtsilhouette fotografieren möchte kommt auch hier über die Nutzung eines Weitwinkel nicht vorbei Zudem würde ich auf jeden Fall (gerade für Detailaufnahmen und Streetfotografie) auch einen Zoomer im mittleren Brennweitenbereich empfehlen. Natürlich könnte man auch ein starkes Telezoom mitnehmen, allerdings sind hier die Einsatzmöglichkeiten sehr begrenzt. Ich selbst würde mich so ein schweres Teil daher nicht in den Rucksack packen. Details zur Aufnahme: Entstanden mit Nikon 12-24mm* bei 24mm Brennweite – D300.

The-Cobb,#580 - GB 2012

Südküste England:
Wir sind mal wieder in der Landschaftsfotografie. Also auf jeden Fall Weitwinkel wie in Island. Ziel ist es die Landschaft hier möglichst im Bezug auf die Größenverhältnisse darzustellen um den Betrachter ein „durchwandern“ des Bildes zu ermöglichen. Eine Teleobjektiv habe ich bei meiner Reise nicht vermisst und auch der mittlere Brennweitenbereich kam nur extrem selten zum Einsatz. Letzteres ist daher Geschmacksache. Details zur Aufnahme: Pentax SMC-FA 35mm Festbrennweite – 645D.

[Yellow Cab- NYC],*646 - USA 2012

New York City:
Um in dieser Stadt möglichst flexibel unterwegs zu sein und viele Motivmöglichkeiten zu nutzen – Weitwinkel und mittlere Brennweite bis 120/150mm für maximale Bildausbeute. Tele – nope, nicht für mich! Wer plant sich in NYC mit der Streetfotografie zu beschäftigen, dem rate ich auch zum Weitwinkel Objektiv. Vieles passiert hier so plötzlich und blitzschnell das man nachträglich durch den Einsatz eines Weitwinkel einfach besser den Ausschnitt wählen kann. Details zur Aufnahme: Nikon 16-35mm bei 16mm – D800.

[Joshua Tree - Death Valley],*4x5 - USA 2013

Südwesten der USA Death Valley und Canyons:
Hmm, jetzt schlage ich euch ja schon wieder das Weitwinkel vor… ist aber mit Abstand das am meistgenutzte Objektiv für diese Art Fotomotive. BlogTimes Leser Andreas mit dem ich hier auf Fotoreise war kann das bestätigen. Obwohl er ein 24-105mm Objektiv dabei hatte, wünschte er sich hier und da ein paar Millimeter Brennweite mehr nach unten. Sicherlich kann man versuchen die Perspektive, den Standort oder gar den Ausschnitt zu verändern. Doch in meinen Augen geht doch nichts über die „Dramatik im Bild“, die ein Weitwinkel Objektiv erzeugen kann. Details zur Aufnahme: Rodenstock Grandagon-N 75mm (21mm im KB-Format) – Chamonix 045N-2.

Das wars jetzt erstmal von mir…. Jetzt ist doch eingetreten, was ich Anfangs bei diesem Beitrag befürchtet hatte. Die Nutzung des Weitwinkels hat sich so dermaßen in mein Hirn eingebrannt, dass ich ohne gar nicht mehr kann. Ich bin mir aber sicher, dass ihr auch andere Brennweiten nutzt. Bin gespannt auf eure Fotoreisen und welche Objektive bei euch überwiegend zum Einsatz kommen. Auch wenn es, wie schon gesagt sehr subjektiv ist, dennoch gibt es den einen oder anderen Leser, der sicherlich dankbar für Foto-Objektiv-Reisetipps ist.

Also was nutzt Ihr den so??

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Fotografie, Unterwegs

Ein Tag in Toronto – Da muss ich nochmal hin!

8. Mai 2012

Übers Wochenende war ich in Toronto und eigentlich auf der Suche nach meinem nächsten Auto… Das habe ich gleich mal zum Anlaß genommen um mich mal ein wenig mit der Streetfotografie zu beschäftigen. Ist gar nicht so einfach, denn man sieht so unheimlich viele Momente und hat ausgerechnet dann nicht die Kamera zur Hand oder aber das falsche Objektiv montiert oder…

Da ich schon relativ früh in Toronto sein wollte, habe ich mich bereits gegen 4 Uhr morgens auf den Weg gemacht. Ein paar Tage zuvor hatte ich noch schnell ein Mietwagen und ein B&B gebucht. Ich hätte auch mit dem Zug oder der bekannten Greyhound Buslinie fahren können, hab mich aber für die Mobilät entschieden, da die Fahrdauer von knapp 5 Stunden mit jedem Verkehrsmittel gleich ist. Immerhin standen fünf verschiedene Händler auf meiner Liste.

Das erste Mal auf dem Highway und nur 100 Stundenkilometer fahren. Na, so ne Scheiße. Ich dachte zumindest 120 Km/h…. Das Krasse ist aber, dass alle paar Km ein Schild kommt, auf dem die Strafen für zu schnelles fahren stehen. 20 drüber und du mußt knapp 100 Dollar blechen, 30 drüber kostet schon 220 usw… aber bei 50 wirds richtig interessant. Dann wird dein Auto sofort für 7 Tage eingezogen und auch dein Führerschein für die gleiche Zeit. Aber es kommt noch besser. Wenn es dein erstes Mal ist, dann mußt du noch zwischen 2.000 und 10.000 $ Strafe zahlen. Wenn du es aber innerhalb von 10 Jahren (was für ein irrwitziger Zeitraum) wieder schaffst, die 50er Marke zu knacken, dann kannste deinen Lappen bis zu 10 Jahre verlieren. Gehts noch!!! Ich mein, die Straßen sind so verdammt breit, da kann ein Jumbo landen…..

Um die ganze Geschichte kurz zu machen, ich habe nach zähen Verkaufverhandlungen und etlichen Angeboten letzten Endes einen Wagen gefunden. Wenns interessiert – es ist der aktuelle Jeep Wrangler mit 3,6l Hubraum und moderaten 300 PS. Da lässt es sich zumindest entspannt in die Berge fahren…

Mittlerweile war es Abend und da ich bereits am nächsten Tag wieder die Heimreise antreten würde, bin ich noch ein wenig mit der Kamera umhergeirrt und hab mich mal in der Streetfotografie versucht. Ich kann euch sagen, dass ist gar nicht so einfach. Man wird mit möglichen, fotografischen Situationen derart überhäuft, dass es echt ne Herausforderung ist, sich da auf eine Sache zu konzentieren. Dann musst du auch noch die Kamera im passenden Moment zur Hand haben, aber mit so einem dicken Prügel (D300 inkl. Batteriegriff) willst du ja auch nicht die ganze Zeit in der Hand umher rennen. Wenn es dann aber mal soweit ist, dass du ein Motiv gefunden hast – die Kamera ist auch zur Hand – du schaust durch den Sucher und stellst fest – shit, dass Objektiv passt nicht. Zwei Sekunden später ist der Moment auch wieder hinüber. An dieser Stelle frage ich mich ernsthaft, wie die großen Streetfotografen das immer hinbekommen haben?! In der Landschaftsfotografie ist das natürlich einfacher – da bewegt sich der Berg nicht mal so schnell aus dem Sucherbild der Kamera. So habe ich quasi den Abend eher mit Versuchen, statt mit Fotografieren zugebracht.

Am nächsten Tag hab ich mir dann noch den CN-Tower zur Gemüte geführt – lange Zeit war er übrigens mit über 550 Meter das höchste freistehende Bauwerk, bevor er vom Burj Chalifa abgelöst wurde. Ich kam wohl zur einer recht günstigen Zeit und so bin ich quasi alleine mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform gefahren. Der Aufzug mit Sicht nach draußen war schon krass, aber die eingelassen Fensterglassscheiben in der Bodenplatte mit direkter Sicht nach unten sind bestimmt nicht für jeden geeignet. Das muss man sich schon überwinden nach unten zu schauen oder gar drüber zu gehen. Oben angekommen finden sich innerhalb der Aussichtsplattform noch einmal diese „Bodenfenster“ mit Sicht nach unten. Das kostete sichtbar für den einen oder anderen ganz schön Überwindung – aber man muss es ja auch nicht machen. Viel lustiger dagegen ist der sogenannte Edge Walk außerhalb des Turm. Mit Hilfe eines Gurtsystems gehst du auf einem nur 1,50m breiten Steg ohne Geländer einmal um den gesamte Turm herum. Freie Sicht ist hier garantiert. Während des Rundgangs gibts dann noch ein paar Übungen für die Teilnehmer…..

Das wars fürs erste von mir und Toronto. Da muss ich definitiv nochmal hin, allerdings mit mehr Zeit fürs Fotografieren. War eigentlich einer von Euch schon mal in Toronto? Ach ja, Kommentare zu den Fotos sind willkommen…

Hier noch mal meine Bildchen durcheinander…für mehr hatte ich leider keine Zeit.
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