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USA

Fotografie, Unterwegs

San Francisco – Ende gut, alles gut…

9. Juni 2013

Golden Gate - study - Ronny Ritschel Photography

So, der letzte Tag in Frisco ist angebrochen, den wir wohl teilweise mit Shopping und Fotografieren verbringen werden. Während es für Till wieder zurück ins hoffentlich sonnige Deutschland geht, werde ich mit einem relativ kurzen Flug wieder zurück an die kanadische Ostküste aufbrechen.

Die letzten Tage haben wir quasi einen Fotomarathon hingelegt. Sind etliche Meilen ähmm Kilometer zu Fuß durch verschiedenste Stadtteile nach brauchbaren Fotomotiven geeiert und haben unseren Mietwagen über die 2000 Meilen-Marke gewuchtet. Zu guter letzt war es die richtige Entscheidung den Reiseverlauf zu ändern und mehrere Tage hier in der pazifischen Küstenstadt zu verbringen. Das rote Monster, also die Golden Gate hat es eigentlich ganz gut mir uns gemeint. War mal komplett im Nebel, mal nur Teilweise und mal gar nicht. So oft wie wir die Brücke aufgesucht haben, finden wir den Weg wahrscheinlich auch mit geschlossenen Augen. Die elektronische Mautstelle und die knapp 9 Dollar (inkl. Gebühr von Mietwagenanbieter) wird es gefreut haben.

Aber auch Abseits von Golden Gate und Co haben wir die Stadt auf Speicherkarte, respektive Film bannen können. Ursprünglich waren ja nur zwei volle Tage in SFO geplant. Die hätten allerdings bei weitem nicht ausgereicht. Ich würde auf jeden Fall fünf volle Tage veranschlagen um sie fotografisch gut ergründen zu können. Das Wetter spielt hier nämlich eine sehr große Rolle und kann sich schlagartig ändern. Dann ist es gut möglich, dass man von der San Francisco Bay nämlich nichts mehr sieht außer weißen Dunst!!!

Ich hatte mich ja beklagt, dass ich meinen neu erworbenen Großformat Film (Fuji Velvia 100) bisher nur spärlich verwenden konnte. Frisco hat das geändert und nicht nur das. Ich habe die gemachten Aufnahmen, sofern dies zeitlich möglich war, auch gleich hier entwickelt. Zum einen umgehe ich die lästigen Probleme des Handgepäck-scanners und zum anderen habe ich so die Möglichkeit eine Motiv ein zweites Mal abzulichten. Vorallem aber  sind die Entwicklungskosten hier extrem niedrig und super schnell. Meine Aufnahmen waren innerhalb von 24 Std. entwickelt und abholbereit. Sollte also einer von euch mit ner Filmkamera in San Francisco unterwegs sein – Meine Empfehlung lautet hier Light Waves Imaging. Für analoges Zubehör (Film usw…) kann ich euch Key Glass Photo empfehlen. Hier hatte ich mir kurzerhand einen neuen Fernauslöser für eines meiner Großformat Objektive gegönnt. Cooler Laden in einer noch cooleren Gegend. Ach, und wirklich ansprechende Fotografien kann man hier auch kaufen.

Die Zeitintensivste Phase steht mir noch bevor – Die Bildbearbeitung. Wie immer lasse ich mir mit der Bearbeitung meiner Aufnahmen Zeit. Nicht, weil ich Stunden mit einem Bild beschäftigt bin, sondern weil es auch noch genügend anderen Dinge zu tun gibt – abseits der Fotografie. Selbst die letzte Reise ist noch nicht komplett abgearbeitet. Hier gibt es auch noch einiges zu tun. Dennoch werde ich so schnell wie möglich versuchen euch erste brauchbare Ergebnisse zu zeigen. Doch bevor es soweit ist, muss ich erstmal den neuen  Eizo CX270*(Bericht folgt) kalibrieren. Dieser ist drei Tage vor meiner Reise bei mir eingetroffen und steht noch ganz jungfreulich auf dem Schreibtisch. Eizo hatte ihn mir kurzerhand für einen ausgiebigen Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt.

Apropos Neuigkeiten. Wie ihr wisst nutze ich zur Zeit ausgiebig meinen Instagram Account auf Reisen. Dieser hat jetzt quasi Verstärkung bekommen und zwar in Sachen Bearbeitung. Die Filter-Plugin Schmiede VSCO hat eine kostenlose Photoapp mit wirklichen sehr geilen Features rausgebracht. Die Funktionen hier alles zu beschreiben, würde den Beitrag sprengen. Mittlerweile nutze ich mein iPhone im Gegensatz zu früher wirklich häufig für das schnelle Foto für zwischendurch. Ich glaube auch, dass ich Till damit ein wenig angesteckt habe. Gerade sitzt er nämlich wieder auf seinem Hotelzimmerbett und Instagrammt wieder herum – Ein paar neue Follower kann er natürlich noch gebrauchen – Till Müller

Wie immer ein paar fotografische Eindrücke – alle Aufgenommen mit dem iPhone!

Velvia 100 - Seattle Pier

*Amazon Link

Fotografie, Unterwegs

Die Westküste ruft….

14. Mai 2013

Westcoast - Jakob Hartenberger

Wie schon kürzlich angekündigt, es ist wieder Reisezeit auf BlogTimes. In nicht mal knapp zwei Wochen geht es wieder auf Fototour –  dieses Mal mit von der Partie Till Müller und natürlich mein iPhone.

Nagut, die zwei anderen Kameras werden selbstverständlich auch eingepackt. Neunundneunzig war ich schon mal an der Westküste unterwegs, allerdings hatte ich damals mit der Fotografie sogut wie gar nichts am Hut. Mit dem Begriff Westküste werden die meisten von euch die Städte ab San Francisco runter nach LA verbinden. SF liegt zwar auch auf unserer Tour, wird aber der Abschluss unserer Reise sein. Beginnen werden wir in Seattle im Bundestaat Washington ganz oben im Norden der USA. In etwas mehr als 14 Tage geht es dann entlang des berühmten Highways 101 (one-oh-one) ganz gemütlich nach San Francisco. Ein paar Abstecher ins Landesinnere, vorallem in Washington und Oregon sind selbstverständlich auch vorgesehen.

Die Tour ist sogut wie durchgeplant – wir überlassen nur wenig dem Zufall. Die Gefahr ohne vernünftiges Bildmaterial zurückzukehren wäre einfach viel zu groß. Natürlich kann man nicht alles planen. Nehmen wir an, wir haben nur Sonnenschein an der Küste (was ich nicht hoffe), dann sind bestimmte Motive einfach nicht drin. Hier müssen wir dann entsprechend auf die Situation reagieren können – Ausweichpunkte und Alternative Fotomöglichkeiten sollten hier feststehen. Also quasi ein Plan B. Ein Blick auf das Wetter, sowie Sonnenaufgang, und Gezeiten sind hier unabdingbar. In der Regel checken wir das am Vortag und müssen ggf. umdisponieren. Falls dennoch einer von euch noch „Must see“ Vorschläge hat – nur her damit! Vielleicht können wir die hier und da noch einbauen.

Eigentlich wollte ich auf dieser Reise auch eine neue Fototasche von F-Stop testen, allerdings wird sie es wohl nicht rechtzeitig zu mir schaffen. Zumindest aber wird der neue Kugelkopf BBH-200 von Vanguard in meine Fototasche wandern. Ansonsten bleibt alles beim alten. Die Nikon D800 wie auch meine analoge Großformatkamera als auch diverse Farb- und Schwarzweiss Negativfilme werden mich wieder begleiten. Dieses Mal hoffe ich auf etwas weniger Probleme bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen. Apropos Filme… Sollte alles klappen, dann werde ich erstmals ein paar Diafilme (Velvia 100) mit auf die Reise nehmen. Laut Angaben des Herstellers kann man den Film bis zwei Minuten ohne den typischen Schwarzschild-Effekt belichten. Zwar hab ich gelesen, dass Diafilme ein weniger sensibler aufs Überbelichten reagieren aber die fehlende Reziprozität bis zweit Minuten erleichtert einem auf jeden Fall die Belichtungszeitberechnung.  Ich bin gespannt.

Da ich an der Westküste selbst noch nicht fotografisch unterwegs war, habe ich mir für die Illustrierung des Beitrags etwas Hilfe von vier BlogTimes-Leser geholt. Vielen Dank an dieser Stelle an Christian Steinkrüger, Jacob Hartenberger, Claus Kolb Dennis Edler und Dennis Okon. (Habt ihr auch einen Link für mich?:-)))

Westcoast - Dennis Okon

Westcoast  - Claus Kolb

Westcoast - Christian Steinkrüger

Westcoast - Dennis Edler

 

Fotografie, Großformat, Nachgedacht

Croppen – Ja oder Nein?

23. April 2013

In der Regel setze ich meine Aufnahmen in das 1:1 Format, da mir dieses einfach am Besten gefällt. Im Grunde ist sogar mein Aufnahmeprozess in der digitalen Fotografie auf das 1:1 Format ausgelegt, sodass ich selbst unwichtige Bildbestandteile mitfotografiere, nur um anschließend ein besseres Bild für den Beschnitt zu erhalten.

Nun, wie ihr wisst beschäftige ich mich seit Ende letzten Jahres mit dem analogen Großformat und da ich hier so puristisch wie möglich sein will/wollte, beließ ich alle meine bisherigen Aufnahmen im Ursprungsformat – also im Seitenverhältnis von 4×5! Der Vorteil ist, dass ich den gesamten Bildinhalt verwenden kann, der „Nachteil“ ich muss viel genauer den Bildausschnitt vor der eigentlich Aufnahme bestimmen. Naja, eigentlich ist das ja kein Nachteil, vielmehr schult es eigentlich den fotografischen Blick.

Fotografischer Blick hin oder her… wenn ich nun die analogen Aufnahmen in mein favorisiertes Aufnahmeformat setze, zerstöre ich dann eigentlich die analoge Charakteristik!!? Genau das, was ich eigentlich erhalten wollte. Ich denke ja?! Dennoch bin ich formattechnisch gesehen in der Zwickmühle und im Grunde ist auch nicht das Format, sondern dessen Inhalt und Wirkung welche entscheidend ist, oder nicht? Was bringt es mir am 4×5 festzuklammern, wenn es mir persönlich nicht 100 prozentig zusagt. Man könnte jetzt sagen, dass ich doch gleich im Mittelformat fotografieren könnte,  dann hätte ich mein doch mein 1:1 Bildformat. Natürlich könnte man… allerdings ist das Großformat-Negativ nochmals deutlich eine Spur größer und enthält vielmehr Details. Dieses Argument scheidet demnach für mich aus.

Ihr seht schon, ich bin ein wenig hin und her gerissen zwischen den Formaten, vielleicht auch deswegen da 4×5 ziemlich nah am quadratischen Seitenverhältnis liegt. Für den visuellen Vergleich habe ich einen Teil der Großformate beschnitten um es mir besser vorstellen zu können. Während es bei der Nachtaufnahme (Vegas Schild), beim Zion National Park und auch bei der Montreal Fotografie passen würde… so richtig! Hmm…. Ich frage einfach mal die Runde. Was würdet Ihr denn machen speziell mit dem Großformat machen? Croppen oder allein für den Wiedererkennungswert im 4×5 Format belassen. Meine digitalen Aufnahmen werde ich auch weiterhin ins 1:1 setzen.

Grundsätzlich würde mich auch mal eure Einstellung gegenüber den Formaten interessieren. Wie handhabt ihr eure eigenen Fotografien?

[Zion National Park - Utah]*,4x5 - USA

[Zion National Park - Utah]*,4x5 - USA

[Las Vegas - Welcome],4x5-007 - USA 2013

[Las Vegas - Welcome],4x5-007 - USA- q

[Montreal]*,4x5 - CAN

[Montreal]*,4x5 - CAN

Equipment, Fotografie, Großformat, Unterwegs

Mit der Großformatkamera auf Reisen – aktualisiert

19. April 2013

Ich hatte es vor kurzem ja schon angekündigt, dass ich noch einen kleinen Beitrag über „Meine Reise mit der Großformatkamera“ berichte, denn immerhin war es meine erste Reise mit dem dicken Teil.

Vor Reisebeginn dachte ich eigentlich, dass ich mit weitaus mehr Aufnahmen wieder zurückkehren werde. Im Nachhinein war das wohl eher Wunschdenken, denn die Möglichkeiten hielten sich in Grenzen. Grund war eigentlich nicht das eigene Unvermögen, sondern vielmehr die begrenzten Einsatzmöglichkeiten. Frage mich gerade, wie die das früher gemacht haben?!?! Beispielsweise im Antelope Canyon. Der Sandstaub, der dort durch die die Lüfte schwebt ist so fein, dass selbst die gedichteten Nikonobjektive meiner D800 Sandkörner gefressen haben. Hätte ich hier mit der Großformatkamera fotografiert, wäre mein Verschluss sehr wahrscheinlich hinüber gewesen. Dichtung gibt’s hier nicht – nur millimetergroße Öffnungen und so verstrich eine Einsatzmöglichkeit nach der anderen. Wind ist ebenfalls ein Nicht-Einsatzgrund. Ja, da kann das Stativ noch so stabil stehen, auch wenn man ein Trümmerteil von Stativ sein eigen nennt. Wenn zusätzlich noch das Einstelltuch an der Kamera hängt (und das benötigt man definitiv bei Sonnenschein), gibt das ne ordentliche Angriffsfläche. Mir wäre meine Stativ samt Großformatkamera umgekippt, wenn meine Hand nicht noch schnell zugegriffen hätte. Die „Wave“ wäre jetzt voller Glasscherben… Natürlich gibt es noch die Sandsack-Methode, allerdings bräuchte ich dann nen Scherpa, der mir das ganze Zeug schleppt – Tensing wo bist du??!!!

Neben den Witterungsbedingungen und Umwelteinflüsse, die man eben hinnehmen muss kommt auch noch die Motivsuche hinzu. Großformat kostet und daher sollte jede einzelne Aufnahme wohl überlegt sein. Selbst bei meiner digitalen Fotografie überlege ich ob der Bildausschnitt wirklich passt, verändere ggf. nochmal meine Postition usw… Mit der Großformatkamera habe ich deutlich länger gebraucht um für mich ein brauchbares Bild zu bekommen. Hilfsmittel war mal wieder mein iPhone. Mit diesem habe ich hin und wieder den Bildausschnitt gewählt und ihn dann auf meine Große übertragen. Das funktioniert gerade im Weitwinkelbereich ganz gut. Für längeren Brennweite ist es aber nicht geeignet. Zudem steht beim Blick auf die Mattscheibe alles auf dem Kopf. Hier gibt es zwar Reflex-Sucher aber das würde noch mehr Equipment bedeuten. Dann nehme ich doch lieber die  zusätzliche Zeit für die Bildausschnittsuche in Kauf.

Zwischenzeitlich habe ich übrigens meine Negative vom Labor abgeholt. Ein erste Blick ins Licht bestätigte mir schon mal –  Ja, du hast alles richtig gemacht und überall ist etwas zu erkennen. Auf dieser Reise hatte ich zur Sicherheit und weil ich dem iPhone Belichtungsmesser nicht hundertprozentig vertraue, einen Großteil der Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten mehrfach aufgenommen. Das kann ich mir getrost für die nächste Reise sparen, das es keine Aufnahme gibt, bei der ich im Hinblick auf die Belichtungszeiten etwas auszusetzen hätte. So, jetzt ist es an der Zeit die Negative zu Scannen (ja, über den Scanvorgang kommt auch noch ein kleiner Beitrag – hab dich nicht vergessen….)

Ob es sich qualitätstechnisch auch gelohnt hat, mag ich jetzt noch nicht sagen. Ich bin hier extrem selbstkritisch mit meinen Aufnahme. Gespannt bin ich aber schon…

[instapress tag=“btusa13_4x5″ piccount=“0″ size=“300″ effect=“0″]

Diese Aufnahme ist zwar noch nicht fertig, da noch Staubfusel entfernt werden müssen und ich vielleicht auch noch ein wenig die Sättigung rausnehme aber ich war vom Dynamikumfang so überrascht –  das musste ich euch einfach schon mal zeigen…. Das Format 4×5 ist auch einfach nur Affengeil. Das hier sind KB-equivalent 21mm, aber da geht einfach mehr Bild drauf!!! Ich weiß gar nicht, ob ihr meine Euphorie nachvollziehen könnt. Aber du stehst da oben und bist am Hantieren mit diesem Teil von Kamera, schaust durch, fokussierst, überprüfst, schaust wieder durch, berechnest die Belichtungszeit, stellst ein, überprüfst nochmals alle Einstellungen und dann weißt du immer noch nicht ob alles passt. Dann machts klick und das wars… Anschließend gehst du wieder und denkst dir, hoffentlich…. (klick macht groß)

Zion National Park - Was für ein Bildausschnitt

Zion National Park - Details ohne Ende... sehr geil

Zion National Park - Zeichnung in den Schatten

Wenn euer Monitor beim letzten Bild hauptsächlich schwarz anzeigt und ihr keine Konturen erkennen könnt, dann ist er entweder zu dunkel eingestellt oder eine Kalibrierung ist mal wieder fällig….

Update vom 22.04.2013
Hier nun das finale Bild… Noch ein wenig mit lokalen Kontrasten gespielt und die Sättigung rausgenommen. Beim Öffnen des Bildes in einem neuen Tab/Fenster wird das Bild in der richtigen Schärfe dargestellt. Die Lightbox stellt es leider ein wenig weicher da – daher rechte Maustaste und im neuen Tab/Fenster öffnen…

[Zion National Park - Utah]*,4x5 - USA

und weil das nicht alleine stehen soll, gibts noch eines…

[Freemont - Vegas]*,4x5 - USA