Schlagwort

Verkauf

Fotografie, Nachgedacht

Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos!

12. Juli 2011

Wenn man die Google-Suche bemüht und nach dem Stichwort „Fotografien vermarkten“ sucht, bekommt natürlich sehr viele Treffer. Allerdings dreht sich hier meistens alles um Bildagenturen, Eigene Online-, Poster- oder Bildkalender Shops usw….

Das ist ja alles gut und schön, aber was ist, wenn ich keine Stockfotos vermarkten will oder keinen eigenen Poster/Bildkalender- Shop anlegen möchte, um meine Fotografien zu verkaufen? Gibt es andere Möglichkeiten?

Über die Stockfotografie kann ich nicht viel erzählen, da ich erstens kein Fan davon bin, es nicht getestet habe und die Erfolgsaussichten aufgrund der Masse an Bilder eher als gering einschätze. Klar hat es bereits den einen oder anderen Top-Verdiener gegeben, der oder diejenigen waren aber auch von Anfang an dabei. Wenn ich gefragt werde, was ich von der Vermarktung in einem Poster/Bildkalender-Shop halte, dann sage ich: Ich habe es getestet, hat aber nicht funktioniert. Der Grund ist eigentlich ganz einfach. Ihr werdet bei der Google Suche nicht oder nur in den seltensten Fällen gefunden. Diesen Weg habe nach einer kurzen Testphase wieder aufgegeben.

Was jetzt übrig bleibt, sind die „Online-Galerien“, bei denen ihr eure Werke hochladen könnt und die sich anschließend auch über die Vermarktung und den Verkauf kümmern. Der Vorteil ist, dass ihr keinen eigenen Shop aufbauen müsst und ihr mit ein bisschen Glück schneller eure Bilder verkaufen könnt. Der Nachteil, wie bei eigentlich fast allen Vermarktungsmöglichkeiten ist, dass mittlerweile sehr viele Fotografen ihre Fotos anbieten. Hier muss man sich natürlich auch behaupten können.

Dennoch, gerade wenn man sich eher in der „künstlerischen Fotografie“ bewegt, möchte man eventuell auch früher oder später seine Arbeiten dem breiten Publikum anbieten. Vielleicht ist der Ausdruck jetzt nicht ganz korrekt, aber ich meine damit alle erstellten Fotografien, die keine Stockfotos sind. Da der Markt hier überschaubar ist, möchte ich meine Erfahrungen mit den nachfolgenden Online-Galerien mit euch teilen. Bevor der Beitrag zu lang wird, stelle ich euch heute nur eine Möglichkeit vor.  Die nächsten Tage folgen dann seenby, whitewall, artflakes…

FineArtPrint

Wer die Google Suche ein bisschen intensiver bemüht, der wird früher oder später auf Fineartprint.de stoßen. Hier könnt ihr entweder eure Aufnahmen über die Community oder über einen eigenen Shop verkaufen. Letzteres kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht empfehlen, da hier auch wieder das Problem mit der Auffindbarkeit bei Suchmaschinen entsteht. Der Verkauf über die Community gestaltet sich recht einfach. Ihr meldet euch zunächst an und ladet euer Bild in der besten Auflösung auf den Server von FineArtPrint. Danach ordnet ihr es noch diversen Kategorien zu und gebt es für den Verkauf frei. Noch ist es aber nicht im FineArtPrint-Bilderkatalog. Zunächst wird es der Community für eine erste Bewertung zur Verfügung gestellt. Hier werden Kommentare geschrieben und/oder zusätzliche Sterne im Hinblick auf Idee, Umsetzung und Eignung als Kunstwerk vergeben. Die Höhe der Sterne kann entscheidend für die Shopaufnahme sein. Das muss es aber nicht. Das Gute daran ist, dass letztendes die Redaktion entscheidet, welches Werk in den Bildkatalog aufgenommen wird. Das bedeutet, auch wenn es von der Community null Sterne erhält, es aber die Redaktion als verkaufsgeeignet ansieht, kann es in den Shop aufgenommen werden.

Sobald ihr ein Bild verkauft habt, wird euch eine Mail geschickt und ihr könnt sofort überprüfen, wie hoch euer Provisions-Anteil ist. Der liegt derzeit bei 15 Prozent. Auf den ersten Blick nicht viel, wenn man aber bedenkt, dass Käufer gerne auch ein paar hundert Euro ausgeben, dann steigt natürlich auch eure Provision. Die Auszahlung erfolgt nicht, im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern, in einem festgelegten Rhythmus. Nein, die könnt ihr selbst bestimmen. Auch gibt es keine Auszahlungshöhe. Somit sind Auszahlung ab quasi einem Euro möglich.

Mein Fazit zu diesem Anbieter:
Die Möglichkeiten zwischen dem Community- Verkauf und dem eigenen Shop finde ich gut. Meine Empfehlung gilt allerdings klar der Community, da hier die Absatzzahlen im Vergleich zum Shop besser sind. Ihr müsst euch nicht über die Vermarktung kümmern, das übernimmt nach erfolgreicher Aufnahme in den Bilderkatalog FineArtPrint (FAP) selbst. Aufgrund der großen Bilderzahl (FAP wirbt mit Millionen Bilder), kann es natürlich sein, dass der Verkauf am Anfang gar nicht oder nur langsam voran kommt. Wenn ihr allerdings ein Alleinstellungsmerkmal mitbringt, habt ihr meiner Meinung nach ganz gute Chancen auch viel zu verkaufen. Upps, noch etwas vergessen. Es gibt zwei Arten von Community Accounts, einen kostenlosen Standard- und einen kostenpflichtigen Premium Account (€4,99 pro Monat). Letzteres unterscheidet sich nur davon, dass ihr unbegrenzt viele Bilder hochladen und zum Verkauf anbieten könnt. Beim kostenlosen Account sind 50 Bilder inbegriffen. Für den Start und für eine Testphase reicht meiner Meinung erst einmal der Standard-Account.

Kennt jemand von euch FineArtPrint oder ist vielleicht sogar Mitglied? Auf Eure Meinungen bin ich gespannt!

Fotografie

Bildanfrage – was nun!? Verkauf von Fotografien

13. Dezember 2009

olafbathkeblogAuf dem Blog von Olaf Bathke habe ich einen sehr interessanten Beitrag über den eigenverantwortlichen Verkauf von Fotos gefunden.

In diesem ersten Artikel, der vielmehr der Beginn einer ganzen Beitragserie ist, geht es um die Phasen der Verkaufsverhandlung der eigenen Werke. Mit der Vorbereitungs- und Informationphase stehen bereits 2 Artikel den interessierten Lesern zu Verfügung.

Der Leitfaden soll dem ambitionierten Fotografen helfen sich in diesem Verkauf- und Informationdschungel zurecht zu finden. Der Leitfaden beinhaltet folgende Artikel. Weiterlesen