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Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2009 – Eine Fälschung?

22. Januar 2010

Jose Louis RodriguezMit diesem Foto eines Iberischen Wolfs gewann der Spanier Jose Louis Rodriguez einen der renommiertesten Wildlife-Fotowettbewerbe 2009. Unter 43.000 Einsendungen aus 94 Ländern gewann er als Gesamtsieger den Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year, der mit einem Preisgeld von 10.000 Pfund dotiert ist. Es entsprach allerdings nicht den Teilnahmebedingungen.

Wie sich nun herausstellte bekam die Jury den Hinweis, es könnte sich um ein trainiertes Tier handeln. Auf der Suche nach der Enstehung des Foto befragte man Experten und identifizierte letztenendes sogar das Tier. Es soll aus einem Zoo in der Nähe Madrids stammen und für Fotografen als Tiermodell zu Verfügung stehen. Wolfexperten zufolge machte Ihnen auch der Sprung über das Gatter misstrauisch – warum hat er sich nicht durch den Zaun hindurchgequetscht?

Nach den Teilnahmenbedingungen des Wettbewerbs sind solche „Hilfsmittel“ nicht erlaubt und so erkannte man dem talentierten Wildtier-Fotografen den Preis wieder ab. Warum der Spanier zu solchen Mitteln griff ist noch unklar, zu einer Stellungnahmen war er bis jetzt nicht bereit, denn wie seine faszinierenden Aufnahmen von seinem Flickr-Fotostream beweisen, hätte er es gar nicht gebraucht.

Wie schon die Nachricht des Gesamtsieges des Wettbewerbs 2009 durch die Medien ging, geht leider auch diese Berichterstattung durch die Welt.  Natürlich begünstigen solche Berichterstattungen nicht gerade seine Reputation als Naturfotograf. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Gerüchte, sondern um Tatsachen für die er meiner Meinung nach die Veranwortung übernehmen muss.

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2 Kommentare

  • Antwort Jens 10. Februar 2010 um 13:25

    Ja, das sind schicke Bilder von Rodriguez auf flickr.
    Das Bild vom Wettbewerb finde ich auch klasse. Ist halt Pech, das er gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen hat.
    Ich denke aber nicht, es wird einen besonders großen Knick in seiner Laufbahn werden.

    • Antwort BlogTimes 10. Februar 2010 um 17:11

      Ich denke schon, dass er in negativer Erinnerung bleiben wird. Immerhin ist der Wettbewerb weltbekannt und solche Nachrichten verbreiten sich wahnsinnig schnell und durch die Suchmaschinen wird er immer mit dieser Sache in Verbindung gebracht.

      Gruß
      PS: Interessantes Portfolio!

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