Equipment, Fotografie

Wanted: Kameraschätze!

1. November 2011

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer gut erhaltenen Polaroid SX-70 Sonar – also habe ich mir gedacht, dass könnte ich doch mal zum Anlaß nehmen um meine Leser nach ihren alten Kamerasschätzen zu fragen.

Aus meinen analogen Zeiten habe ich selbst noch eine Nikon F3 HP mit diversen Objektven anzubieten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sie derzeit nur im Schrank steht und auf ihren nächsten Einsatz wartet. Wie ich mich selbst kenne, wird das wohl noch eine Zeit lang so bleiben – ich finde einfach keine Zeit dafür.

Früher, ja früher war das noch anders. Da schnappte ich  mir die Kamera und einen S/W Film aus dem Kühlschrank und los ging es. Gerade in der Anfangsphase eigentlich immer ohne Plan, einfach drauf los, was mir so gefallen hat. Natürlich versuchte ich mich in Bildkomposition, was mir aber nur in den seltensten Fällen gut gelang. Egal, mir ging es eigentlich nur um die anschließende Entwicklung im eigenen S/W Labor. War schon irgendwie faszinierend, was da so am Ende alles raus kam. Mit der Zeit wurden aus anfänglichen Schnappschüssen tatsächlich Fotos, die man (oder ich) mir auch gerahmt an Wänden vorstellen konnte. Ein wenig später bin ich dann auf digitales Equipment umgestiegen, da ich nicht mehr stundenlang im fensterlosen S/W Labor verbringen wollte.

Ihr kennt sicherlich das Gefühl – Ab und zu schaut man mal in der „Bucht“ vorbei und stöbert bei den gebrauchten (alten) Kameras und Fotozubehör herum, auch wenn man vielleicht gar nicht auf der Suche nach etwas Bestimmten ist, und findet den einen oder anderen Artikel und überlegt, ob man ihn kaufen soll oder nicht. Während der Verstand und vielleicht auch der Geldbeutel sagt, das brauchst du nicht – schlägt das kleine Teufelchen auf der Schulter Alarm und schreit dir förmlich ins Ohr – Kaaaauufen….

Bisher konnte ich mich ganz gut zurückhalten, bin aber jetzt auf der Suche nach einer Polaroid SX-70 Sonar. Ein paar interessante Angebote hab ich bereits gesehen. Warum diese Kamera? Nun, ich fand schon immer Polaroid-Aufnahmen durch ihre Einzigartigkeit und Bild-Farbwirkung faszinierend und da es mittlerweile wieder Filme für die Polaroid-Kameras gibt, will ich das jetzt mal versuchen.

Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage und die bezieht sich auf eure Kameraschätze. Mich würde interessieren, was bei euch so alles rum steht und ob es noch in Gebrauch ist? Wenn ihr ein Bild von eurem Liebling habt, dann könnt ihr dieses zusätzlich zum Text mit Hilfe der Bilder-Upload Funktion unterhalb des Kommentarfelds hochladen. Diese Art der Beitragskommentierung würde ich bevorzugen, da ich gerne eine Leser-Kameragalerie auf BlogTimes einrichten würde, sofern genügend Bilder zusammen kommen. Allerdings nur in Bezug auf alte Kameras, denn die neuen wechselt man ja inzwischen wie….

Ach ja, und wenn ihr eine Geschichte zur Kamera habt, dann her damit. Lese so etwas immer gerne.

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26 Kommentare

  • Antwort Nils 1. November 2011 um 20:29

    Ich hab eine alte Rolleiflex von meinen Vater bekommen.
    Es ist die seltenere Tele Version. Gefüttert wird Sie mit Mittelformat 120er Film. Die quadratischen 6×6 Negative kann man schön einscannen. Nur das Negativ entwickeln kostet auch nicht viel. Der letzte Einsatz war diesen Sommer in Schweden. Dort hab ich auch zum Vergleich die selben Scenen mit der digitalen Nikon fotografiert.

    • Antwort BlogTimes 1. November 2011 um 20:31

      Schickes Teil…. Kann man irgendwo deine Aufnahmen aus Schweden sehen?

      • Antwort Nils 1. November 2011 um 20:40

        Rolleiflex

      • Antwort Nils 1. November 2011 um 20:40

        D300s

  • Antwort Dieter Fröhling 1. November 2011 um 21:14

    Tja, schneller als gedacht. Zur F3HP bin ich als Brillenträger – wie es kam halt – gekommen. Die hab ich seit 1986. Vor ein paar Jahren hab ich bei Ebay die F4s geschossen, und ein Bild mußte damals gemacht werden.

    Rotiere die Kameras regelmäßig, es werden unter 10 Filme im Jahr analog gemacht. Interessant war der letzte Urlaub, aus vier Diafilmen hab ich 95% gerahmt. Die Quote war analog deutlich niedriger, und digital ist sie noch niedriger. Nun ja. Was mich doch freut, die F3 belichtet immer noch so genau wie „damals“. Profiwerkzeug halt. Die 735gr liegen halt gut in der Hand. Das Modell ist ja bis in dieses Jahrtausend gefertigt worden…

    • Antwort Jeriko 1. November 2011 um 22:25

      Ach wat schick, sogar mit einem MD4, das ist wirklich mal ein Schätzchen 🙂

  • Antwort Florian 1. November 2011 um 22:02

    Also wenn Du Deine F3 HP ernsthaft „loswerden“ willst…schick mir doch mal ne Email (und vielleicht auch ein paar Fotos davon)

    Danke schonmal!

    • Antwort BlogTimes 1. November 2011 um 22:19

      Nee, nee! Mit „anbieten“ meinte ich eigentlich hier vorstellen. Die ist in so einem überragenden Zustand, das ich die nicht verkaufen werde. Sorry für das Mißverständnis.

  • Antwort Askan Worms 1. November 2011 um 22:13

    Irgendwann fing ich an mit Pentax zu fotografieren, die Kamera mussten mangelnder Qualität diversen Contax Kameras weichen, diese wiederum einer Hassi 500C/M und dieser Linhof Technika 45.
    Alles was mich störte baute ich ab. Linhof tat dies 5 Jahre später bei den Serienmodelln auch. Ich habe sie behalten und fotografiere immer noch mit ihr wenn ich dazu komme mir ein digitales Rückteil auszuleihen. Der hammer ist das 150/265mm Satzobjektiv, schaubt man das vordere Linsenteil aus dem Verschluss erhält man ein lullig weiches Portraitobjektiv.Das Obejktiv stellt alles in den Schatten was ich jemals besaß, noch nicht eimal die neueren Symmare aus den 90ern oder Planare für die Hasselblad.

    Aber, nie wieder Filme mehr entwickeln. Fotografieren hat etwas mit Licht zu tun, nicht mit Dunkelkammer.

    • Antwort BlogTimes 2. November 2011 um 11:29

      Verwendest du das Rückteil an der Hassi oder an der Linhof? By the way, gibt es Beispiel Aufnahmen von dir irgendwo zu sehen?

  • Antwort Jürgen B. 2. November 2011 um 14:13

    Mit dieser Kamera habe ich meine ersten Fotos gemacht. Wie auch schon mein Vater, der sie in den 30er Jahren gebraucht gekauft hat.
    Es ist eine „Orion“ mit Rodenstock Trinar, 1:6,3, 10,5cm. Mich begeistert immer noch der Sucher, den man bei Querformatfotos um 90° schwenken muß.
    In meinem Museum stehen auch noch die nächsten Entwicklungsstufen: Bilora Box und dann eine Voigtländer Vito B, nach meinem Empfinden war die Vito meine erste „richtige“ Kamera. Für die Vito habe ich viele Zeitungen austragen und Hunde Gassi führen müssen.

    • Antwort Christina 16. November 2011 um 14:33

      Ein schönes Schmuckstück hast du da Jürgen. Ich habe u.a. eine Certo Plattenkamera und eine Bilora Boxkamera vererbt bekommen. Mal sehn ob ich diese wieder flott bekomme.

  • Antwort K.-D. Hohmann 2. November 2011 um 22:02

    Angefangen hat alles einmal mit einer „Pouva Start“, danach kam eine „Certina“ und bald darauf die „Penti II“ und letztere ist ein absolutes Schmuckstück, die mich noch bis Anfang der 90er Jahre begleitet hat.

    Mittlerweile habe ich ein ganz „neues“ Schätzchen, eine „Pentacon six“ mit einem Biometar 2.8/ 120 sowie dem Sonnar 2.8/ 180.
    Mittlerweile liebe ich diese Kamera und setze sie vorwiegend für Menschenbilder ein. Ich mag den Charme und die Weichheit der Portraits und natürlich das große Quadrat 😉

  • Antwort Verena 4. November 2011 um 14:13

    Mein Vater hat sich 1964 seine erste Spiegelreflexkamera gekauft. Eine Edixa. Genauere Bezeichnung weiß ich nicht. Aber schickes Teil. Funktioniert auch noch. Allerdings wird sie nicht mehr benutzt. Schade eigentlich.
    1992 kaufte mein Vater sich eine Nikon SLR. Auch hier weiß ich nicht, welche. 😉
    Bei meinem Freund hab ich eine Polaroid aus den 70ern (glaub ich) gefunden. Zu Hause hatten wir auch eine, aber die finden wir nicht mehr…
    Hm. Ansonsten… wir haben noch eine Super 8-Kamera.

  • Antwort Micha 4. November 2011 um 14:59

    Hier mein Schätzchen:
    http://designest.de/2011/04/meine-praktica-f-x-2-unter-der-lupe/

    Eine Praktika F.X2!
    Schick und mit dem Objektiv (Tessar 50mm f/2.8) voll nutzbar. Immer wieder schwierig ist es jedoch, durch den Sucher zu schauen, da dort alles spiegelverkehrt dargestellt wird :confused

    • Antwort BlogTimes 4. November 2011 um 15:02

      Sehr schöne Kamera, so eine hatte mein Vater glaub ich auch… Als Kind hab ich vielleicht blöd geschaut, weil man alles spiegelverkehrt gesehen hat. Magst du hier ein Bild von deiner Kamera hochladen. Es wäre doch schade drum, es nur als Link sehen zu können!

    • Antwort Micha 4. November 2011 um 15:40

      Klaro. Anbei ein Bild 🙂

  • Antwort Andrea Schneider 4. November 2011 um 17:11

    Lieber Nils, vielen Dank für dieRrolleifotos. So eine hab ich auch . Leider noch nie benutzt. Dazu eine Mamiy-MF-Systen ( RB + RZ) ganz viele Objektive, eine Fuji ST-901. Mehrere Canon FDs. Eine Edixa. Wie Du siehst, ist die Bucht auch men bester Freund. Aber die Rollei ist von meinem Vater, und ich habe noch Filme und morgen tu ich die da rein. Vielen Dank !“!!

  • Antwort Helmut Rossi 5. November 2011 um 20:56

    Da wars noch müsam!

  • Antwort Helmut Rossi 5. November 2011 um 20:59

    Meine alte analoge Ausrüstng: ( Lehrzeit)

  • Antwort Niels 6. November 2011 um 16:58

    Meine ist auch ne SX-70

    • Antwort Christina 16. November 2011 um 14:36

      Uiii, so eine wie der Nils hat möchte ich auch gerne haben. Endlich mal ne eigene Sofortbildkamera. Mal sehen ob ich durch einen glückliche Fügung mal eine finde.

  • Antwort Christina 16. November 2011 um 14:31

    Hier sind ja schon tolle Schätzchen aufgeführt worden.

    Aus dem Nachlass meines Vaters habe ich 6 Kameras verschiedenen Alters und Bauart bekommen.

    Eine der jüngsten, die EXA 1a werde ich jetzt wieder Betriebsflott machen.

    Ich werde auch bei mir im Blog nach und nach über die alten Schönheiten berichten. Aber tausend Dank an dich und deine Leser, für die bisherige Zusammenstellung. Da ist auch die eine oder andere Kamera dabei ich ich sehr reizvoll finde (auch wenn ich mich analog noch üben muss).

  • Antwort Mella 18. November 2011 um 10:48

    Mein derzeitiger Liebling ist die Pentacon SIX TL, die ich mir Anfang 2010 gekauft habe. Die Kamera ist zwar wahnsinnig schwer, aber das fotografieren macht mit ihr einfach Spaß. (Format 6×6, Objektiv 2.8 / 80mm und 4.5 / 50mm) Allerdings ist die Pentacon nur eine von ca. 30 analogen Kameras in meinem Regal 😉

  • Antwort Alex 15. Juli 2015 um 18:46

    Hallo Ronny,

    bei mir war das so, dass ich so begeistert von den Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Long Than Art und Hengki Koentjoro war, dass ich mit der D800 nur noch Schwarz-Weiß fotografierte. Irgendwann dachte ich mir, warum eigentlich konvertieren am PC wenn man auch schon ein fertiges Schwarz-Weiß-Bild in der Kamera kreieren kann (und damit meine ich nicht die Kamera auf sw-Preset zu stellen) und kaufte mir eine Nikon FE2. Wie das so ist kam ein halbes Jahr später eine Hasselblad 500c/m hinzu mit Polaroid-Rückteil. Allerdings hat mich das 6×6 am Polaroid immer gestört. Da ist einfach so viel Schwarz auf dem Polaroid und es ist auch irgendwie saublöd positioniert in der linken oberen Ecke. Also logischer Schritt. Eine Landcamera muss her. Es wurde die 230.
    Vor kurzem habe ich mir jetzt extrem günstig eine Leica M6 geschossen mit der ich aktuell meinen 1. Diafilm in Indien knipse und ja, vor ein paar Tagen habe ich mir die Polaroid Conversion gekauft und bin sowas von aufgeregt!
    Leider habe ich keinen blassen Schimmer wie ich hier von Handy ein Bild einfügen kann, deswegen der Instagram Link zu meinen Bebies

    Grüße Alex
    https://instagram.com/p/33Kjxwuzvw/

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