Fotografie

Weiter machen, dran bleiben und nicht aufhören

7. Oktober 2011

Genau das sind die Worte, die ich meinen Lesern zurück schreibe wenn bei ihnen Zweifel an den eigenen fotografischen Fähigkeiten auftreten. Das sind auch die Worte, die ich mir selber von Zeit zu Zeit stelle, da man sonst Gefahr läuft auf der Stelle zu treten oder vielleicht auch die Motivation nachlassen könnte.

Das diese „Zweifel“ an den eigenen Fähigkeiten von Zeit zu Zeit auftauchen, empfinde ich als ganz normal. Immerhin sind wir keine Maschinen, die zu jeder Zeit 100 Prozent abliefern können. Wir sind Menschen und machen Fehler – Unterbelichtet, Unscharf, Falsches Dateiformt usw…. In meinen Augen sollte das einen aber eher ermutigen es beim nächsten Mal anders/besser zu machen.

Diejenigen, die sich schon länger mit der Fotomaterie beschäftigen, wissen damit umzugehen. Einsteiger jedoch machen sich das fotografischen Leben manchmal unnötig schwer. Da werden Fotos in diversen Fotocommunities und sozialen Netzwerken gepostet um Kommentare oder likes zu erhalten. Kommt eine positive Rückmeldung ist alles gut, aber wehe wenn dem nicht so ist – da schießen einem die Selbstzweifel förmlich in den Kopf – und Leute ich weiß wovon ich spreche. Alles selbst durchgemacht… Mittlerweile sehe ich das gelassen. Nicht jedes Foto muss den anderen gefallen – vielmehr soll es euch selbst überzeugen und dann ist es auch gut.

Gerade in der jetzigen Jahreszeit neigt man ein wenig zur Melancholie und wird nachdenklich und manch einer legt für diese Zeit sogar lieber die Kamera in den Schrank… ist ja eh ein kaltes, schlechtes und graues Wetter –  was soll ich denn fotografieren?! Doch genau hier heißt es aufstehen, Kamera schnappen und fotografieren was das Zeug hält. Zum einen hat man eine Beschäftigung und zum anderen hilft uns dieses viele Fotografieren immer ein Stückchen besser zu werden. Sei es der routinierte Umgang mit der Kamera oder die Schulung des Auges und Verstandes für Suche nach den Fotomotiven.

Im Übrigen braucht man Zeit. Nicht umsonst heißt es „Gut Ding will Weile haben“. Fotografieren lernt man nicht durch das Lesen unzähliger Fotofachbücher, Foren- oder Blogbeträge. Alle diese Möglichkeiten wirken unterstützend, aber es geht doch nichts über das Fotografieren. Nur so hat man die Möglichkeit Fehler zu machen aus denen man lernen kann.

Geht es euch zeitweise ähnlich? Habt ihr Selbstzweifel und was unternehmt ihr dagegen, oder kennt ihr dieses Gefühl überhaupt nicht?

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6 Kommentare

  • Antwort Christina 7. Oktober 2011 um 21:40

    Hi! Ich beschäftige mich jetzt ca ein halbes Jahr lang intensiver mit der Fotografie und finde von Tag zu Tag mehr Spaß an meiner Leidenschaft.

    Klar, meine Bilder sind noch nicht Hammermässig, aber etwas besser als einfach geknipst. Ich habe so vuel dazu gelernt, aber noch lange nicht ausgelernt. Ich probiere aus, es wird nix, ich ärgere mich, aber weiß nächstes mal was auch anders versuchen werde.

    Lob tut der liebe Seele gut! Aber eine echte konstruktive Kritik ist besser und bringt weiter als 10x halbherziges „schön gemacht“ Lob.

    Ich jedenfalls freue mich auch über Kritiken, vor allem, wenn sie eine hilfreiche Erklärung beinhalten.

    In einem gebe ich dir recht. Das Bild muss einem selber gefallen. man kann es nicht allen Recht machen.

    LG
    Tina

  • Antwort Doro 7. Oktober 2011 um 23:34

    Ja, ich habe das leider ganz oft, aber nicht wegen den Kommentaren anderer Leute. Sondern es kommt einfach: eines Tages schaue ich mir einige meiner Fotos an und finde sie total schlecht und wundere mich wie ich nur so viele Fehler gemacht habe.
    Gewöhnlich wenn in in so einer Phase gelange, mache ich 2-3 Monate Pause mit dem Fotografieren, die Motivation wieder anzufangen kommt dann auch von alleine zurück.

  • Antwort Jan 8. Oktober 2011 um 00:38

    Also ich glaube es ist völlig normal und auf jeden Fall richtig, dass man sich ab und zu mal die Frage stellen darf „Bin ich eigentlich gut genug?“

    Ich denke niemand ist perfekt und vollkommen, auch nicht unter den Fotografen. Wer sich selbst diese Frage „nie“ stellt wird auch nicht besser werden, obwohl er es könnte

  • Antwort Peter 8. Oktober 2011 um 08:28

    Irgendein berühmter Fotograf (verflixt, wer war das nochmal) hat sinngemäß gesagt: „Es gibt nur einen Weg zu guten Fotos: viele schlechte Fotos.“ Das ist immer so etwas wie ein Motto für mich um mich davon abzuhalten nur noch zu planen und zu perfektionieren und im Endeffekt vor lauter Anspruch gar nicht mehr auf den Auslöser zu drücken. Trotzdem, die Zweifel an den eigenen Bildern begleiten mich ständig und ich muss immer wieder dagegen ankämpfen. Und wenn ich dann mal ein Bild gemacht habe, das mir wirklich gut gefällt und das ich voller Stolz irgendwo zeige, kommt garantiert irgendeine abfällige Kritik, die mich wieder völlig aus der Bahn wirft, denn das wäre ja eigentlich das Peinlichste überhaupt, ein eigenes Bild toll zu finden, obwohl alle anderen es für („objektiv“) bestenfalls durchschnittlich, überambitioniert, technisch mangelhaft, kitschig usw. halten…

  • Antwort mac 16. Oktober 2011 um 14:32

    Ein tolles Bild und danke für den kleinen Motivationsschub! 😉 Und ich hoffe es verinnerlichen zu können! Und auch dir ein kräftiges: „Weiter machen, dran bleiben und nicht aufhören“ !

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