Fotografie

Worauf man beim Großformatdruck auf jeden Fall achten sollte!

19. Oktober 2010

Frei nach dem Motto „Größer geht immer“ bieten sehr viele Druckdienstleister Großformatdrucke in Verbindung mit verschiedensten Präsentationsmöglichkeiten an. Bedrucken kann man mittlerweile fast alle Materialen.

Beliebt beim Großformatdruck sind die eigenen Bilder auf Leinwand, auf Aluminium, hinter Acrylglas und so weiter und so weiter.

Doch aufgepasst gerade beim Druck gibt es sehr große Unterschiede. Neben den verwendeten Materialien ist die Druckart (Lampda-Print oder Tintenstrahl) entscheidend. Vielleicht wissen es auch schon viele von Euch und der Beitrag ist überflüssig. Aber ich bin mir sicher, dass es die einen oder anderen da draußen gibt, die es vielleicht nocht nicht wissen.

Jeder von uns möchte, wenn er plant einen Großformatdruck  zu erwerben,  dass das fertige Bild in der Helligkeit, Kontrast und vorallem in den Farben ein Abbild der Aufnahme auf dem PC-Monitor ist.  Gehen wir mal davon aus, der Monitor kalibriert und die Aufnahme richtig  für den Druck vorbereitet wurde.

Genau genommen, kauft man bei Online-Druckdienstleistern quasi die „Katze im Sack“ und kann es durch die Individualisierung bei Nichtgefallen in 99 Prozent der Fälle  nicht zurück geben. Was sagt uns das? Der Druck sollte demnach stimmen und ganz entscheidend ist meiner Meinung nach die Druckart.

Um den Großformatdruck zu realisieren, benötigt man entweder große Tintenstrahldrucker (Standgeräte) oder eine „Druckmaschine“ für den Lambda-Print. Die hochwertigen Tintenstrahldrucker leisten heutzutage fantastische Arbeit. Gerade im S/W Bereich, wo feinste Grauverläufe dargestellt werden müssen, ist der Tintenstrahl heute nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren hat sich hier einiges getan. Die Tinten sind lichtbeständiger geworden und halten mittlerweile zwischen 100 – 200 Jahre. Die Entwicklung hat aber nicht nur im S/W Bereich Fortschritte gemacht, auch im Farbdruck erzielt der Drucker durch den Einsatz verschiedenster zusätzlicher Tinten wie grün, orange, hellblau usw. einen Brillanz im Druck, wie sie seines Gleichen sucht.

Wer also ein qualitativ hochwertiges Endprodukt erwerben möchte, der kommt am Tintenstrahldrucker nicht vorbei (Anmerkung: gemeinst sind hier Hochleistungsdrucker mit bis zu 11 Farben).

Im Gegensatz zur Tinte arbeitet die „Druckmaschine“ für Lambda-Prints nach einer traditionellen Methode – Der Belichtung. Die Aufnahmen werden mithilfe eines Lasers auf das Papier belichtet und anschließend fotochemisch entwickelt. Ein in meiner Augen großer Nachteil der Lampdaprints ist, dass Gerade S/W Aufnahmen viel an Kontrast einbüßen. Ich schweife kurz ab… Eine S/W Fotografie definiert sich neben dem Bildinhalt über die Tonwerte und den Kontrast. Wenn letzteres nicht gegeben ist, dann wirken die meisten Fotografien oft nicht interessant genug. Ein weiterer Bestandteil einer S/W Fotografie sind die ausgewogenen Bereiche zwischen ganz weiss und ganz schwarz. Wieder zurück zum Thema. Durch die fotochemische Entwicklung, welche übrigens auch bei S/W Aufnahmen ein Farbprozess ist, verlieren viele Aufnahmen den Anteil von ganz hell (weiss) und ganz dunkel (schwarz) und werden in den Lichtern beige und in den Schatten dunkelgrau.

Der Lambda-Print hat auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung, aber aus den vorher genannten Gründen kommt für mich nur der Tintenstrahl zum Einsatz,  auch weil ich aufgrund zahlreicher Großformatdrucke diesen Unterschied immer wieder feststellen konnte. Allerdings möchte ich auch die Kirche im Dorf lassen. Der letzte Lambda-Print hat mich in der Qualität doch positiv überrascht – Echter Fotoabzug hinter Acrylglas

Wer hier andere Meinung ist – nur raus damit!

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3 Kommentare

  • Antwort linkTIME - 09/2010: Tutorials, Inspiration und Möbeldesign | linkTIME | bhoffmeier.de 24. Oktober 2010 um 15:00

    […] von Blogtimes hat einen sehr interessanten Artikel darüber verfasst, worauf man beim Großformatdruck auf jeden Fall achten sollte. Dabei schildert er seine Meinung zu den zwei Druckarten “Lambda” und […]

  • Antwort Markus 30. November 2010 um 13:15

    Hallo,

    nur der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz die DPI erwähnen. Sollte zwar eigentlich selbstverständlich sein, aber der Beitrag war ja für Laien bestimmt, deshalb die kurze Ergänzung. Ich habe schon oft miterleben müssen, auch am eigenen Leib, wie wunderbare Bilder vom Web2Print-Anbieter zurückgekommen sind und grauenvoll aussahen, weil ich die DPI vergessen hatte und die 72 mit meiner KompaktCam eben nicht gereicht haben.
    Mittlerweile bin ich selbst in der Branche tätig und mir passiert sowas natürlich nich mehr, man sollte aber immer wieder darauf hinweisen.

    Gruß
    Markus :hmm

    • Antwort BlogTimes 30. November 2010 um 13:39

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast natürlich recht mit Deiner Aussage. Aus diesem Grund empfehle ich eine minimale DPI von 240. Ausdrucke bis 2m max. Seitenlänge sind hier kein Problem. Die min. DPI Zahl gilt aber nicht nur für Großformatdrucke, sondern für alle Prints.

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