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Zweitausendsiebzehn – Fotografische Pläne und so…

21. Dezember 2016

Gerade noch mit dem zweiten Kaffee in der Hand auf der Couch gesessen und dem Kleinen bei seinen ersten Schritten angefeuert…. Ich denke nach….

Es sind minus 26 Grad, ein Haufen Schnee liegt in der Einfahrt, den ich eigentlich noch mit Schneefräse zum Nachbarn fräsen müsste :)). Schnee schippen is so 2000…..  Anyway wie man so schön in Kanada sagt, wenn man zum nächsten Thema wechseln möchte – Fotografie!

Genau Fotografie, um die geht es hier. BlogTimes wird nächstes Jahr eine neue Titelbeschreibung haben. „Tagebuch eines Fotografen“ und auch wenn hier nicht jeden Tag ein Eintrag erfolgen wird, so ist dieser Titel einfach passender. Ein reinen Fotografie blog betreibe ich hier eigentlich schon lange nicht mehr und so wird es an der Zeit das zu ändern.

Auch wenn ich mir noch nicht sicher bin wohin das fotografische Jahr gehen wird, so möchte ich dennoch einen Schwerpunkt setzten. Die Analoge Fotografie is mir unheimlich wichtig. Es geht mir nicht um die entschleunigte Fotografie, es geht mir um den Prozess und das Medium Film an sich. Ich mag das handwerkliche an dieser Art der Fotografie, daher auch die Anschaffung einer 8×10 Kamera in diesem Jahr. Der Blick auf die Mattscheibe ich so unglaublich, dass ich hier stundenlang draufstarren könnte bevor ich den Auslöser betätige. Die massiven Objektive mit den riesigen Blendenöffnungen lassen eine Unschärfe zu, von der Digitalkameras nur träumen können.

Auch wenn das vielleicht als Seitenhieb für die digitale Fotografie betrachtet werden könnte – das ist überhaupt nicht meine Absicht (Naja vielleicht doch…). Ich nutze nach wie vor die Digitalfotografie für eine Vielzahl von Projekte und Situationen. Gerade in der Hochzeitsfotografie unabkömmlich.

Filmentwicklung ist ebenfalls ein Schwerpunkt für 2017. Neben der klassischen Schwarzweiß Entwicklung, werde ich mich auch mit C41 und E6 beschäftigen. Hauptsächlich Mittelformat und das Großformat bis 8×10. Damit das ganze ein wenig leichter und schneller geht, habe ich mir einen Jobo Prozessor mit passender Temperiereinheit geholt. Das Teil muss ich aber vorher noch mal ein bisschen testen. Will ja nicht eines meiner 8×10 Negative versauen!

Mir geht es neben dem Medium Film auch um das Gefühl. Das „Gefühl“ der Film Fotografie lässt sich nicht beschreiben; Sie muss man Erleben um zu Verstehen – nur dann kann man es auch mit anderen teilen. Und genau das plane ich für 2018. Genau 2018! Ich nehme mir nächstes Jahr Zeit etwas zu gestalten, was ich nicht Workshop nennen möchte. Das Wort „Workshop“ ist überholt und wird einfach von zu vielen genutzt, die eigentlich gar nicht richtig verstehen was sich dahinter verbergen müsste. Es reicht einfach nicht mehr über Kameraeinstellungen und Composition zu reden…. Fotografie ist viel mehr als nur das!

Anyway!!… Ebenfalls nächstes Jahr in Planung ist das Update meines Buches, welches Ende 2012 erschienen ist. Nach knapp 5 Jahren und mit etlichen tausend verkauften Exemplaren ist es an der Zeit ein Update zu schreiben. Wie das Update ausschauen wird, kann ich noch nicht sagen. Ich werde allerdings das gesamte Kapitel Bildbearbeitung in diesem Umfang rausschmeißen. In Anbetracht der aktuellen Möglichkeit von Plugins und Co ist das einfach nicht mehr nötig. Es wird nur ne kurze Anleitung über meinen Workflow geben.

Auch möchte ich das Buch weniger als Sachbuch, sondern mehr als persönliche Sichtweise und eine Art Leitfaden schreiben. Bin mir noch nicht ganz sicher, wohin die Reise führen wird… Auch ein komplett neues Buch würde ich gerne anfangen. Naja, mal sehen…

So und jetzt muss ich aber wirklich mal raus und die Schneefräse anschmeißen…

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7 Kommentare

  • Antwort Richard Grando 21. Dezember 2016 um 08:34

    Hi Ronny,
    hört sich spannend und nach viel Arbeit an die du noch vor dir hast. Wäre schön wieder mehr von dir zu lesen. Ich kann jedoch gut nachvollziehen wieso es hier auf blogtimes ruhiger wurde. (Tochter mit 4 Monaten)
    Freu mich schon auf die Beiträge.
    Bis bald
    Richard

  • Antwort Manfred 23. Dezember 2016 um 21:07

    Hallo Ronny,

    bin schon sehr gespannt auf die neuen Beiträge auf deiner „neuen“ Seite!

    Gruß
    Manfred

  • Antwort Jens 14. Januar 2017 um 13:16

    Schön wieder was zu lesen. Dann schauen wir mal, was so passiert, klingt jedenfalls interessant.
    VG Jens
    In Deutschland ist auch mal wieder Winter.

  • Antwort Jessica 23. Januar 2017 um 07:57

    Hört sich nach vielen spannenden Projekten an, ich wünsche Dir für jedes Einzelne alles Gute und viel Erfolg. Freue mich darüber, wenn hier wieder mehr Content kommt und wir was zum Lesen bekommen.

  • Antwort Frank Weber 30. Januar 2017 um 15:32

    Hallo Ronny,

    schön zu lesen. Bei analog bin ich auch ein bisschen schwanger, kann mich aber zZ noch nicht entscheiden zwischen Mittelformat oder doch schon größer. Ist bestimmt ein spannendes Feld. Mal sehen. Bis dahin muss ich einfach mal öfter die Yashica 124 wieder benutzen. Neue Auflage, klingt auch interessant. ich habe schon das letzte Buch von Dir verschlungen und greife auch heute noch dafür ins Regal.

    Liebe Grüße Frank (aus Berlin)

  • Antwort Mattes 20. März 2017 um 19:00

    Hey Ronny,
    die analoge Fotografie ist ein Bereich, der mich auch immer mehr interessiert und den ich gerne noch mehr ausleben würde. Leider fehlt neben der Hochzeitsfotografie und weiteren Projekten in der Nebensaison meistens die Zeit 🙁
    Nachdem ich letztes Jahr eine alte Voigtländer geschenkt bekommen habe, wollte ich öfter wieder analog losziehen und Bilder machen, wie ich sie schon als „kröte“ mit Omas Kamera gemacht hatte 😉
    Ich hoffe das ich demnächst dafür mehr Zeit finden werde – ansonsten nehme ich sie mir einfach 😉
    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Mattes

    • Antwort BlogTimes 24. März 2017 um 15:43

      super, immer dran bleiben … auch ich habe in letzter Zeit kaum Zeit für die analoge Fotografie!

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